Marktbericht
Eurostoxx setzt Gewinne fort

Getragen von Kursgewinnen der Chemie- und Autotitel haben die europäischen Aktienindizes am Mittwoch weiter zugelegt und damit ihre jüngste Gewinnsträhne fortgesetzt. Der Eurostoxx 50 gewann 1,06 Prozent auf 2 600,31 Zähler.

HB LONDON/PARIS. Am Vortag hatte der Leitindex eine kurze Verschnaufpause eingelegt, davor aber rund zwei Wochen zugelegt. Der CAC-40-Index stieg um 1,04 Prozent auf 3 365,62 Zähler. Für den Ftse 100 ging es um 0,45 Prozent auf 4 549,18 Punkte nach oben. "Wir sind mitten in einer riesigen Berichtssaison und soweit sehen die Zahlen ok aus", sagte Jim Wood Smith, Leiter Aktienanalyse bei Williams de Broe.

Die Titel des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer gehörten zu den gefragtesten Papieren im europäischen Leitindex. Sie kletterten um mehr als fünf Prozent. Bayer habe mit seinen Zahlen die Erwartungen des Marktes um Kilometer übertroffen, sagte ein Börsianer. Sanofi-Aventis stiegen nach Zahlen um 0,30 Prozent auf 47,120 Euro. Der französische Pharmakonzern hatte im zweiten Quartal von der Nachfrage nach seinem Diabetesmittel Lantus und der Entwicklung des Impfstoffgeschäftes profitiert. Nach einem Anstieg des Gewinns vor Sonderposten um fast 30 Prozent erhöhte Konzernchef Chris Viehbacher die Gewinnprognose für 2009.

Erfreulich gute Zahlen von Daimler untermauerten den positiven Trend der europäischen Autowerte. Die Aktien kletterten um 4,5 Prozent. PSA Peugeot Citroen schossen ebenfalls nach oben und gewannen bis Handelsende 10,92 Prozent auf 20,42 Euro. Peugeot hatten einen positiven Cash-Flow ausgewiesen, was nach den vorherigen Mittelabflüssen besonders positiv am Markt ankam, wie Händler berichteten. Renault verteuerten sich um 5,67 Prozent auf 28,52 Euro.

Die spanische Großbank Santander hatte im ersten Halbjahr wegen möglicher Kreditausfälle etwas weniger als im Vorjahr verdient. Höhere Rückstellungen und negative Währungseffekte hatten das Ergebnis belastet. Die Aktie fiel um 1,15 Prozent auf 9,86 Euro, Analysten bezeichneten die Zahlen aber als solide.

Der weltgrößte Stahlhersteller Arcelormittal bleibt nach dem dritten Quartalsverlust in Folge für die Zukunft vorsichtig. Konzernchef Lakshmi Mittal sieht den Tiefpunkt der Krise zwar inzwischen überstanden, rechnet aber lediglich mit einer langsamen, wenn auch kontinuierlichen Erholung. Händler werteten die Zahlen als potenzielle Belastung für weitere Stahltitel. Arcelormittal fielen um 4,44 Prozent auf 24,20 Euro und waren damit der zweitschwächste Wert im europäischen Leitindex.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%