Marktbericht
Exxon und Intel verhelfen US-Börsen ins Plus

Positive Analystenkommentare zu Börsenschwergewichten wie etwa Exxon Mobil und Intel haben die Anleger zum Wochenschluss an der Wall Street zu Käufen angeregt. Zur Aufhellung der Stimmung auf dem Börsenparkett trugen Händlern zufolge zudem um mehr als einen Dollar gesunkene Ölpreise bei.

HB NEW YORK. Hoffnung habe auch die Wiederaufbau-Ankündigung von US-Präsident George W. Bush für die vom Hurrikan "Katrina" verwüsteten Regionen gemacht. Der deutliche Rückgang des Vertrauens der US-Bürger in die künftige wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes belastete dagegen Werte des Einzelhandels. Händler beschrieben das Geschäft am "vierfachen Hexensabbat", dem Verfall von vier verschiedenen Termin- und Optionskontrakten, als zeitweise recht sprunghaft.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Markt 0,79 % höher mit 10 642 Punkten. Im Geschäftsverlauf hatte er sich zwischen 10 647 und 10 560 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P 500 kletterte um 0,83 % auf 1238 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 0,66 % auf 2160 Stellen vor. Im Vergleich zur Vorwoche verloren jedoch alle drei Indizes; der Dow 0,34 %, der S&P 0,29 % und der Nasdaq 0,70 %.

"Bis zu einem gewissen Maß hilft die Rede von Bush über höhere Ausgaben an der US-Küste am Golf von Mexiko dem Markt", sagte Paul Nolte von Hinsdale Associates. Das schwache Vertrauern der Verbraucher überrasche ihn nicht, weil dieses stark von "Katrina" gefärbt sei. Bush hatte am Vorabend in einer Rede an die Nation angekündigt, die durch den Wirbelsturm "Katrina" verwüstete Südstaaten-Region mit einem beispiellosen Milliarden-Programm wieder aufzubauen. Damit weckte er Händlern zufolge bei den Börsianern Erwartungen, dass zahlreiche Branchen von dem staatlichen Geldsegen für den Aufbau der Region profitieren werden.

Händlern zufolge löste ein Bericht der US-Regierung, wonach die Unterwasser-Pipelines der US-Ölfirmen im Golf von Mexiko keine nennenswerten Schäden durch "Katrina" genommen haben, einen Preisrutsch am Ölmarkt aus. Dieser wiederum habe die Stimmung an der Wall Street aufgehellt. Darüber hinaus habe eine Höherstufung des weltgrößten Ölkonzerns Exxon Mobil durch die Deutsche Bank die Käufer angelockt, was den Kurs der Exxon-Aktien um fast zwei Prozent auf 63,70 Dollar in die Höhe trieb. Davon profitierten auch die Papiere des Rivalen Chevron, die mit 63,38 Dollar um knapp 1,5 % höher angeschrieben wurden.

Auch die Höherstufung des weltgrößten Chip-Herstellers Intel durch Credit Suisse First Boston werteten Anleger als Kauf- Empfehlung und griffen zu. Dadurch zog der Kurs um ein gutes Prozent auf 24,81 Dollar an. Das bereits am Vorabend vorgelegte überraschend gutes Quartalsergebnis des Software-Anbieters Adobe quittierte der Markt mit einem satten Kursplus von knapp 9,5 % auf 29,43 Dollar.

Wegen des schwachen Verbrauchervertrauens mutmaßten die Investoren, dass die Verbraucher künftig weniger konsumieren könnten. Deshalb trennten sich vorsichtshalber von Papieren, wie denen des weltgrößten Einzelhandelskonzerns Wal-Mart, die daraufhin ein gutes Prozent auf 43,87 Dollar verloren. Auch den Branchenprimus unter den Heimwerkerketten, Home Depot, traf es mit einem Minus von gut einem Prozent auf 39,90 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 2,55 Mrd. Aktien den Besitzer. 1965 Werte legten zu, 1340 gaben nach und 166 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 2,26 Mrd. Aktien 1906 im Plus, 1135 im Minus und 128 unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 15/32 auf 99-26/32 Punkte. Sie rentierten mit 4,273 %. Die 30-jährigen Bonds fielen im Kurs um 28/32 auf 112-4/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,563 %.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%