Marktbericht Fernost
Asien-Börsen ohne klare Linie

Vor der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank haben sich die Märkte in Fernost uneinheitlich gezeigt. Während der Aktienmarkt in Tokio am Mittwoch kräftig zulegte und der Hauptindex in Südkorea auf einem Rekordstand schloss, war die Stimmung in Taiwan und Singapur eher gedrückt.

HB SINGAPUR. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den Handel 0,52 Prozent im Plus bei 17 748 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg sogar um 0,7 Prozent 1745 Zählern. Südkoreas Kospi-Index schloss nach einem Anstieg um 0,68 Prozent bei 1593 Punkten und damit auf einen neuen Rekordhoch. Auch Hongkong lag im Verlauf im Plus.

Zu den größten Gewinnern in Tokio gehörte die Spedition Kawasaki Kisen Kaisha mit einem Anstieg von 9,3 Prozent auf 1462 Yen. Auch Olympus-Titel stiegen um etwa vier Prozent auf 4 370 Yen. Zu den Gewinnern gehörten auch Aktien aus den Bereichen Versicherungen und Stahl gehört. Auch die Papiere von Handelshäusern waren gesucht.

Itochu und Mitsui & Co gewannen 7,3 Prozent auf 1 349 Yen bzw. 4,6 Prozent auf 2 375 Yen. Öl- und Technologiepapiere hätten dagegen eher auf der Verliererseite gestanden, so Beobachter. Sony verteuerten sich gleichwohl um 1,5 Prozent auf 6 660 Yen. Analysten sprachen mit Blick auf die in der kommenden Woche anstehenden Geschäftszahlen von einem möglichen Comeback der Sony-Aktie nach den Schwierigkeiten des vergangenen Jahres.

Berichte über eine Kooperation mit einem norwegischen Unternehmen beim Bau dreier Spezialschiffe zum Transport von Erdgas trieben den Kurs von Mitsui O.S.K. um 5,7 Prozent auf 1 637 Yen nach oben. Sumitomo Heavy Industries gewannen 2,8 Prozent auf 1 307 Yen, nachdem das Unternehmen eine Anstieg des Nettogewinns um 35 Prozent berichtet und von sich verbessernden Margen im Schiffbau gesprochen hatte. Nihon Spindle Manufacturing schossen um fast 20 Prozent nach oben auf 388 Yen gestützt von guten eigenen Geschäftszahlen, sowie dem Plan des Großaktionärs Sumitomo Heavy, das Unternehmen enger an sich zu binden.

Der japanische Aktienmarkt sei vom Warten auf die Toyota-Geschäftszahlen nach Börsenschluss bestimmt worden, sagten Teilnehmer. „Jeder hat Toyota im Portfolio“, so ein Marktkenner, der darauf verwies, dass die Toyota-Zahlen, die maßgeblich vom US-Geschäft geprägt würden, auch eine Indikation für die US-Konjunktur geben dürften. Toyota Motor im Vorfeld des Geschäftsausweises 0,6 Prozent auf 7 200 Yen. Eine gewisse Verlangsamung des Gewinnwachstums bei Toyota sei bereits eingepreist, sagten Händler, allerdings präferierten viele Anleger derzeit andere Branchen mit besseren Wachstumskennziffern.

Zwar wurde allgemein erwartet, dass die Fed am Abend den US-Leitzins bei 5,25 Prozent belasse würde. Mit Spannung wurden jedoch die anschließenden Bemerkungen erwartet. Am Donnerstag stehen zudem bei der EZB und der Bank of England Zinsentscheidungen an.

Entsprechend zurückhaltend zeigten sich daher auch die Devisenhändler in Fernost. Der Dollar notierte zum Euro bei Kursen um 1,3550 Dollar nach 1,3544 Dollar zu Handelsschluss in New York. Zum Yen lag die US-Währung bei 119,78 Yen nach 119,94 Yen im späten US-Handel.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte hatte um 0,03 Prozent schwächer bei 13 309 Zählern geschlossen. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,12 Prozent auf 1507 Zähler. Der Index der Technologie-Börse Nasdaq legte dagegen 0,03 Prozent zu auf 2571 Punkte.

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