Marktbericht Frankfurt
Autowerte schieben Dax auf Rekordniveau

Mit kräftigen Kursgewinnen hat die Börse die Ankündigung von Daimler-Chysler gefeiert, bei der Sanierung von Chrysler auch eine Trennung von der defizitären US-Tochter nicht auszuschließen. Dies schob den Dax auf das höchste Niveau seit November 2000.

HB FRANKFURT AM MAIN. Bei hohem Umsatz kletterte der Aktienkurs des Autobauers um 4,6 Prozent auf 51,50 Euro. Infolgedessen legte der Dax um ein Prozent auf 6 961 Punkte zu. Der Nebenwerteindex MDax stieg um 1,3 Prozent auf 10.156 Punkte und schloss damit so hoch wie noch nie zuvor seit der Einführung vor elf Jahren. Hier feierten die Börsianer erneut die Baubranche.

Auch Signale von der US-Notenbank gaben der Stimmung Auftrieb. „Das scheint dem Markt zu gefallen, was er gesagt hat“, fasste MM-Warburg-Händler Jörg Treptow die Reaktion der Börse auf Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke zusammen. Bernanke sieht die US-Wirtschaft trotz der Abkühlung des Immobilienmarktes im laufenden und im nächsten Jahr auf solidem Wachstumskurs. Auch die Inflationsgefahren ließen nach, wobei aber die Energie- und Rohstoffpreise einen großen Unsicherheitsfaktor darstellten. Der deutsche Aktienmarkt hat Treptow zufolge Platz nach oben. „Auf Basis des Kurs-Gewinn-Verhältnisses hat der Dax bisher ja noch kein utopisches Niveau erreicht“, sagte er.

Rund 35 Millionen Daimler-Chrysler-Aktien wechselten im Tagesverlauf den Besitzer. Dies war fast ein Viertel des gesamten Handelsvolumen im Dax. In der Spitze verteuerten sich die Aktien um 5,7 Prozent auf 52,08 Euro und erreichten damit das Kursniveau von Juni 2002. Dem Dax bescherten DaimlerChrysler damit ein Plus von rund 21 der knapp 66 Punkte.

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„Ich halte eine Scheidung von Chrysler für einen Schritt in die richtige Richtung“, erklärte ein Analyst zu einer möglichen Trennung von der erst vor neun Jahren in den Konzern gekommenen US-Tochter. „Das war das Signal, auf das die Märkte gewartet haben“, erläuterte Alexander Neuberger, Analyst bei Calyon Securities in London. Nach einem Bericht des „Manager-Magazins“ verhandelt Daimler-Chrysler mit GM über Chrysler, was Konzernchef Dieter Zetsche ebensowenig wie GM kommentieren mochte.

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