Marktbericht Frankfurt
Dax arbeitet sich an 6 200 Punkte heran

Der Dax ist zu Wochenbeginn den neunten Handelstag in Folge gestiegen und hat sich nach einem verhaltenen Start näher an die Marke von 6 200 Punkten herangearbeitet. Größter Verlierer im Dax waren die MAN-Aktien, Zugewinne verbuchten Tui-Aktien, die von Spekulationen um eine Aufspaltung des Touristik- und Schifffahrtskonzerns profitierten.

HB FRANKFURT. Gestützt auf leichte Kursgewinne an der Wall Street legte der deutsche Leitindex am Montag 0,21 Prozent auf 6 186,54 Punkte zu. „Der Markt hält sich komfortabel über dem alten Höchststand von 6 162 Punkten, und wenn in den USA nichts passiert, geht es wohl weiter aufwärts“, sagte ein Händler.

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Mit einem Abschlag von 2,6 Prozent auf 68,44 Euro führten MAN-Aktien die Dax-Verliererliste an. Die geplante Übernahme von Scania wird nach Einschätzung von Analysten für MAN immer teurer. Gleichzeitig nehme die Wahrscheinlichkeit eines Gegenangebotes für MAN ab. Scania bekräftigte am Montag, dass das bisher vorliegende MAN-Angebot dem Unternehmenswert nicht gerecht werde. Der Aufsichtsrat von VW - der Konzern ist Großaktionär sowohl bei MAN als auch bei Scania - hatte am Wochenende MAN aufgefordert, binnen eines Monats eine Lösung mit Scania herbeizuführen. Einem Zeitungsbericht zufolge bereitet VW eine Aufstockung seines 15-Prozent-Anteils an MAN vor.

Mit einem Plus von 2,3 Prozent auf 17,57 Euro führten die TUI-Aktien überlegen die Gewinnerliste bei den Standardwerten an. „Übernahme- oder Zerschlagungsspekulationen wirken sich bei TUI immer positiv auf den Kurs aus“, sagte Hans-Peter Kuhlmann von LBBW. Dies sei ein Zeichen dafür, dass TUI unterbewertet sei. „Der Druck auf Unternehmenschef Frenzel wächst, entweder bessere Zahlen vorzulegen oder den Konzern aufzuspalten. Und das ist positiv für die Aktionäre“, fügte Kuhlmann hinzu.

Das Interesse der Anleger an Technologiewerten gab den Aktien des Chipherstellers Infineon einen neuen Schub. In der Spitze verteuerten sie sich um 2,8 Prozent auf 10,31 Euro und notierten damit so hoch wie seit zwei Jahren nicht mehr. „Die Branche läuft gut, das hilft Infineon“, sagte ein Händler. Die Aktie der US-Tochter Qimonda hatte am Freitag um zehn Prozent auf 17,05 Dollar zugelegt. Andere Börsianer verwiesen auf einen positiven Kommentar der Analysten der Deutschen Bank zu beiden Aktien.

Commerzbank-Aktien gaben ihren Freitagsgewinn ab und fielen um bis zu 1,5 Prozent. Händler verwiesen auf gedämpfte Übernahmespekulationen, nachdem Citigroup-Chef Charles Prince in einem Zeitungsinterview erklärt hatte, bei Zukäufen habe der Konzern Westeuropa nicht oben auf der Agenda.

Anteilsscheine des Konsumgüterkonzerns Henkel verbilligten sich um 1,2 Prozent auf 105,10 Euro. Die Analysten der Deutschen Bank stuften die Aktien auf „Hold“ von „Buy“ zurück. Noch vorige Woche hatten die Papiere von Henkel bei 111 Euro ein Allzeithoch erreicht. Die Deutsche Bank senkte auch ihre Empfehlung für den Sektor Gesundheit und Körperpflege auf „Neutral“.

Im Kleinwerteindex S-Dax standen die Aktien von Cash.Life im Fokus. Nach einem Einbruch um 16 Prozent am Freitag stieg die Aktie am Montag um bis zu 6,3 Prozent. Zahlreiche Analysten namhafter Banken empfahlen die Aktie des Finanzdienstleisters zum Kauf. Wermutstropfen am Nachmittag: Das Unternehmen rutschte im dritten Quartal in die Verlustzone - die Kursgewinne bröckelten ab.

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