Marktbericht Frankfurt
Dax beendet Achterbahnfahrt im Minus

Mal nach oben, dann wieder nach unten: Das Europroblemland Griechenland und eine drohende Herabstufung der USA belasteten einmal wieder den deutschen Leitindex. Gute US-Konjunkturdaten konnten da nur kurz entspannen.
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FrankfurtDer deutsche Leitindex erlebte am Donnerstag ein ständiges Auf und Ab. Fehlende Impulse und gestiegene Unsicherheit im Zuge der Schuldenkrisen in Europa und der drohenden Abstufung der USA machten es den Anlegern nicht leicht sich zu entscheiden. Am Morgen wie erwartet mit einem kräftigen Minus gestartet und dabei den Großteil seiner gestrigen Gewinne abgegeben, konnte der Dax im späteren Verlauf wieder etwas Boden gut machen, um zur Mittagszeit wieder tiefer ins Minus zu rutschen. In der Spitze verlor der Leitindex 0,84 Prozent. Am Nachmittag brachten dann die besser ausgefallenen Quartalszahlen der US-Großbank JPMorgan sowie US-Konjunkturdaten, die Börsianer als „in Ordnung“ beschrieben etwas Entspannung. So konnten die Einzelhändler ihren Umsatz im Juni überraschend steigern. Die US-Börsen eröffneten im Plus. Der Dax konnte sein Minus reduzieren und stieg auf über 7.250 Punkte.

Eine Stunde vor Handelsschluss drehte der Dax dann wieder stärker ins Minus und schloss den heutigen Handelstag mit 0,73 Prozent auf 7.210 Punkten im Minus. In der zweiten Reihe gingen die Indizes auch mit Verlusten aus dem Handel: Der MDax verlor 1,23 Prozent auf 10.796 Punkten und der TecDax schloss 2,61 Prozent auf 850 Zähler schwächer.

Mitunter verantwortlich für die Kursachterbahn des Dax war die Ratingagentur Moody's. Diese hatte am Mittwochabend mit einem Entzug der Bonitäts-Bestnote "AAA" gedroht. Laut der Ratingagentur sei die Gefahr, dass die USA zumindest kurzfristig ihre Zinsen auf aufgenommene Schulden nicht mehr zahlen könnten zwar weiter gering, aber nicht mehr länger vernachlässigbar. Die Verhandlungen zwischen US-Präsident Barack Obama und den Republikanern im Kongress über eine Anhebung des Schuldenlimits von derzeit 14,3 Billionen Dollar (10 Billionen Euro) waren auch am Mittwoch im Weißen Haus fortgesetzt worden. Sie scheinen jedoch weiter nicht von der Stelle gekommen zu sein. Falls eine Einigung nicht rechtzeitig zustande komme, könnten die USA die Note bereits in den kommenden Wochen verlieren, warnte Moody's am Mittwoch.

RWE arbeitet mit Gazprom zusammen

Auf dem deutschen Aktienmarkt standen die Aktien von RWE im Fokus. Am Nachmittag verkündete der Energieriese eine Zusammenarbeit mit dem russischen Staatskonzern Gazprom, worauf die Aktien ins Plus drehten. Das geplante Joint Venture sei eine gute Nachricht für RWE, sagte ein Händler. Das Geld aus einer möglichen Kapitalerhöhung, über die seit einiger Zeit spekuliert werde, könnte zum Aufbau des Gemeinschaftsunternehmens genutzt werden. „Positiv ist zudem, dass RWE Zugang zu einigen Ländern mit einem starken Gasgeschäft bekommen dürfte.“ Analysten zufolge könnte es jedoch kartellrechtliche Hürden geben. Die Anteilsscheine von RWE schlossen den heutigen Handelstag trotz der guten Nachrichten mit 0,1 Prozent auf 35,84 Euro leicht im Minus.

Für Aktien der Metro ging es nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ um 2,8 Prozent auf 39,40 Euro nach unten. Wie das Blatt berichtete, haben Staatsanwaltschaft und Polizei bei einer bundesweiten Razzia am Mittwoch wegen Bestechungsvorwürfen rund 20 Büros und Privatwohnungen durchsucht. Darunter war auch die Zentrale von Media-Saturn in Ingolstadt, Europas größter Elektronikmarkt-Kette. Darüber hinaus senkte Cheuvreux-Analyst Jürgen Kolb sein Kursziel deutlich. Der Experte hält sinkende Gewinnerwartungen des Marktes für möglich.

In einem negativ gestimmten Markt konnten vorwiegend die Aktien der größten deutschen Automobilkonzerne (Volkswagen, BMW, Daimler) herausragen. BMW setzte sich dabei mit einem Zugewinn von 1,2 Prozent auf 71,00 Euro an die Spitze des Dax. Daimler konnte immerhin 0,2 Prozent auf 53,26 Euro zulegen und Volkswagenaktien konnten bis zum Nachmittag zulegen, verloren jedoch gegen Handelsschluss an Fahrt und schlossen mit 0,1 Porzent leicht im Minus.

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  • ich sammel jetzt ein.....7170...perfekt

  • hatte schon fast ganz die hoffnung aufgegeben, 7250 würde sich nicht noch einmal als gutes niveau zum shorten eignen.
    was einmal klappt, sollte doch auch ein zweites mal funktionieren.

  • jo, da konnte man auch nochmal fast 40 cents bei der dbk binnen 25 min. mitnehmen. manchmal liegt das geld scheinbar auf der straße...

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