Marktbericht Frankfurt
Dax bekommt kräftigen Dämpfer

Der Deutsche Aktienindex hat die 6 000-Punkte-Marke zum Wochenende doch nicht halten können. Gewinnmitnahmen und fallende Kurse an der Wall Street haben das Börsenbarometer kurz vor Handelsschluss stark belastet. Innerhalb von rund einer Stunde wurden die in dieser Woche erreichten Gewinne wieder zunichte gemacht.

HB FRANKFURT. Der Leitindex Dax schloss mit einem Abschlag von 1,30 Prozent auf 5952,92 Punkte, nachdem er am späten Nachmittag bis auf 5947,56 Punkte gestürzt war. Der MDax gab um 0,67 Prozent auf 8667,87 Punkte nach. Der TecDax fiel um 0,43 Prozent auf 725,20 Zähler.

Die zurückliegende Börsenwoche war in Deutschland vor allem geprägt vom Sprung des Dax über die 6 000-Punkte-Hürde. Erstmals seit Juli 2001 ist der Deutsche Aktienindex damit wieder in diese Höhen aufgestiegen. Nach Ansicht der Aktienmarkt-Experten der Commerzbank hält die „ausgezeichnete Stimmung an den internationalen Aktienmärkten“ weiter an.

Händler verwiesen auf die US-Börsen und Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende. „Als die US-Märkte ins Minus gedreht sind, ist der Dax prompt auf Talfahrt gegangen“, sagte ein Händler und sah in den Gewinnmitnahmen eine „längst überfällige Korrektur“. Ebenso wie zahlreiche weitere Händler aber sprach auch er von einer „unverständlich übertriebenen Reaktion“. Sie könne nur damit begründet werden, dass sich der deutsche Markt in jüngster Zeit im Vergleich zu den anderen Börsen überdurchschnittlich gut entwickelt habe. Zudem stünde das Wochenende bevor und ein um den Karfreitag verkürzter Handel in der nächsten Woche.

„Es gibt nichts Bestimmtes, was den Markt belastet. Vor dem Wochenende wollen sich die Anleger aber auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und streichen auch mal Gewinne ein“, sagte ein weiterer Händler am Freitag. Selbst besser als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten konnten den Dax nicht nachhaltig unterstützen.

Auf der Verliererseite standen wie am Vortag Autoaktien, allen voran BMW mit einem Minus von 2,7 Prozent. Daimler-Chrysler büßten 2,2 Prozent ein, Volkswagen 1,6 Prozent. Die Autowerte litten Börsianern zufolge weiter unter der Herabstufung der Branche durch die Analysten von Credit Suisse.

Im allgemeinen Abwärtssog gingen vor allem die Finanzwerte auf Talfahrt. Die Aktien der Commerzbank gaben 2,2 Prozent nach, Deutsche Bank, Münchener Rück und Allianz verloren knapp zwei Prozent.

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