Marktbericht Frankfurt
Dax: „Das Schlimmste ist vorüber“

Die Investoren am deutschen Aktienmarkt schöpfen zunehmend Hoffnung, dass sich die Subprime-Krise ihrem Ende nähert. Nachdem in den vergangenen Tagen milliardenschwere Abschreibungen vermeldet wurden, könnte das Thema bald verarbeitet sein. Außerdem gaben Gerüchte Auftrieb, wonach der Energieriese EdF am Konkurrenten RWE interessiert ist.

HB FRANKFURT. Auch Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann sieht Licht am Ende des Tunnels. "Wir sind mittlerweile eher am Beginn des Endes als am Ende des Anfangs der Krise", sagte er. Diese Erwartung und unerwartet gute Konjunkturdaten aus den USA verhalfen dem Dax am Mittwoch zu Kursgewinnen. Der Index ging mit einem Plus von 0,8 Prozent auf 7 076 Punkten aus dem Handel. Auch der Stoxx50 beendete den Tag in der Gewinnzone, er stieg um 0,7 Prozent auf 3 287 Zähler.

Dennoch wagten sich nur wenige Anleger aus der Deckung - trotz zahlreicher Quartalsberichte aus ganz Europa. "Die heute veröffentlichten Zahlen geben keine klare Richtung vor", sagte ein Händler. "Einige waren besser, andere schlechter als erwartet." Die Zurückhaltung der Investoren habe jedoch auch etwas Positives: "Es gibt immer noch zahlreiche Anleger, die die Dax-Erholung von den Tiefständen Mitte März verpasst haben und einsteigen müssen", erklärte ein Börsianer.

Die Aktien von Henkel gingen als Tagesgewinner aus dem Handel. Sie stiegen nach Vorlage der Quartalsbilanz um 5,7 Prozent auf 29,75 Euro. Der Konsumgüter-Konzern hatte zwar wegen der Dollar-Schwäche einen rückläufigen Umsatz verbucht, der Nettogewinn legte aber zu. "Viele Anleger hatten angesichts der Konsumschwäche im ersten Quartal ein schlechteres Ergebnis befürchtet", sagte ein Händler.

Begehrt waren außerdem die Titel der Deutschen Börse, die sich um 2,2 Prozent auf 102,65 Euro verteuerten. Der Börsenbetreiber hatte dank starker Handelsumsätze im ersten Quartal erneut ein Rekordergebnis vorgelegt. Zudem legten viele Finanztitel am Mittwoch wieder zu, nachdem die Subprime-Krise zunehmend ihren Schrecken verlor. Auch Axa und Aegon beendeten den Handel mit Aufschlägen von jeweils rund einem Prozent, obwohl die beiden Versicherer wegen der Auswirkungen der Finanzkrise und dem schwachen Dollar einen deutlichen Ergebnisrückgang ausgewiesen hatten.

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