Marktbericht Frankfurt
Dax dreht ins Plus

Die Nervosität hält die Aktienmärkte weiter fest im Griff. Viele Anleger befürchten, dass die US-Immobilienkrise noch längst nicht ausgestanden ist. Zum Handelsschluss haben dann aber steigende Kurse an der Wall Street auch am deutschen Aktienmarkt für einen Stimmungsumschwung gesorgt.

HB FRANKFURT. Der Dax beendete den Handel nach mauem Beginn mit einem Plus von 0,28 Prozent auf 7445,90 Punkte, in New York legten Dow Jones und der Index der Technologiebörse Nasdaq leicht zu. Für den MDax ging es unterdessen um 1,51 Prozent auf 9951,12 Punkte nach unten - der Index mittelgroßer Werte erholte sich damit aber auch deutlich von seinem Tagestief bei 9883 Punkten. Der TecDax verlor 1,28 Prozent auf 872,32 Zähler.

„Es ist das Spiel mit dem berühmten Gummiband - mal in die eine, dann wieder in die ganz andere Richtung. Da steckt in einer Zeit mit so heftigen Schwankungen nicht viel dahinter“, sagte ein auf US-Aktien spezialisierter Händler. Ein Kollege fügte hinzu: „Der Dax macht einfach die Bewegung der US-Börsen mit. Derzeit ist die Richtung schwer vorherzusagen. Eine plötzliche Fortsetzung der Korrektur ist genauso möglich wie ein abruptes Anziehen der Kurse.“

Bis zum Börsenstart in Übersee hatten die meisten Anleger hierzulande getreu dem Motto „Bargeld lacht“ gehandelt und Aktien verkauft. Grund dafür ist seit Tagen die Hypothekenkrise in den USA. Sie sorgte die meiste Zeit des Tages für fallende Kurse, nachdem in den Vereinigten Staaten weitere Unternehmen Schwierigkeiten eingestanden und damit die Anleger verschreckt haben. Der Geldmarktfondsmanager Sentinel Management Group hatte versucht, Anleger vom Abziehen ihrer Anteile abzuhalten, um nicht in Liquiditätsengpässe zu kommen. KKR Financial Holdings trennte sich unterdessen mit herben Verlusten von etwa der Hälfte seiner Hypothekenkredite.

Finanztitel weiter im Minus

Am deutschen Markt setzten diese Nachrichten wieder einmal vor allem die Titel aus der Finanzbranche kräftig unter Druck. Die Aktie der Deutschen Börse gab um 2,7 Prozent nach, die der Hypo Real Estate um 2,4 Prozent und das Papier der Deutschen Bank um bis zu 3,3 Prozent. Bei der Deutschen Bank drückte auch eine Herabstufung von Merrill Lynch auf „Neutral“. Am Ende des Tages stand bei der Aktie von Deutschlands größtem Geldhaus dann nur noch ein Minus von knapp einem Prozent auf der Anzeigetafel.

Ganz anders das Bild bei Bayer: Papiere des Pharma- und Chemiekonzerns profitierten von dem Gerücht, der Schweizer Konkurrent Novartis wolle 70 Euro je Bayer-Aktie bieten. Sprecher beider Unternehmen wollten die Spekulationen nicht kommentieren. Bayer-Aktien kletterten in der Spitze um rund sieben Prozent.

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