Marktbericht Frankfurt
Dax geht mit kräftigen Gewinnen ins Wochenende

Die meisten deutschen Aktien haben am Freitag den dritten Handelstag in Folge kräftige Gewinne verzeichnet. Der Dax rückte um 1,36 Prozent auf 7 870 Punkte vor und verbuchte so ein Wochenplus von rund 3,5 Prozent. Die positive Börsenstimmung setzte sich fort, nachdem Fed-Chef Bernanke vermeintlich klare Signale für bevorstehende Leitzinssenkungen aussandte, sagten Händler.

HB FRANKFURT/M. Der MDax gewann 1,54 Prozent auf 9 865 Punkte. Für den TecDax ging es um 2,04 Prozent auf 970 Zähler nach oben. Die positive Stimmung an den Aktienmärkten weltweit habe sich fortgesetzt, nachdem US-Notenbankchef Ben Bernanke Aussagen gemacht habe, die als klare Signale für bevorstehende Leitzinssenkungen interpretiert worden seien, sagten Händler. Zusätzlich trieben der wieder leichtere Ölpreis und der erneut gefallene Euro die Kurse an.

An der Dax-Spitze stiegen die Titel der Deutschen Börse um 5,49 Prozent auf 128,22 Euro. Zwischenzeitlich waren sie auf ein Rekordhoch von 129,31 Euro geklettert. Händler nannten gleich mehrere Gründe für das kräftige Plus. "Am Freitag war Jahresschluss bei den großen US-Häusern“, sagte einer der Börsianer. Die Aktie sei daher im Fokus, da sie "einer der Top-Werte 2007“ gewesen sei, die man nun in den Büchern haben müsse. Ein weiterer Börsianer sagte, es werde erneut mit guten Monatsumsätzen im Kassa- und Derivate-Segment des Marktbetreibers gerechnet.

Weitere Erholungsbewegungen gab es zudem bei den wegen der Kreditkrise deutlich angeschlagenen Bankenwerten. Commerzbank -Titel legten als Favorit um 4,35 Prozent auf 27,10 Euro zu. Die Aktien der Deutschen Bank gewannen 1,62 Prozent auf 89,79 Euro. Negative Analystenkommentare dämpften hier die Aufwärtstendenz. Am Indexende gaben die Anteile von Metro 1,98 Prozent auf 61,79 Euro nach. Analysten verwiesen vor allem auf enttäuschende Einzelhandelsumsätze in Deutschland als Belastungsfaktor.

Im MDax stiegen die Anteile der IKB um 6,42 Prozent auf 8,46 Euro. Der Verkauf der angeschlagenen Mittelstandsbank solle rasch vorangetrieben werden, hatte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) am Freitag nach einer Sitzung des Verwaltungsrates der staatlichen KfW bekanntgegeben. Interessenten gebe es genug.

Die Anteilsscheine von Versatel gaben im TecDax 3,26 Prozent auf 21,63 Euro ab. Die Unicredit -Analysten rechnen mit einem Scheitern der Gespräche zwischen den beiden größten Anteilseignern United Internet und Apax über die Zukunft von Versatel. Die Auffassungen über den Wert des Telekomanbieters wichen deutlich voneinander ab, hieß es.

Der EuroStoxx50 ging mit plus 1,10 Prozent auf 4 394,95 Zähler aus dem Handel und gewann damit im Wochenverlauf rund drei Prozent. In Paris und London wurden ebenfalls deutliche Gewinne verzeichnet. In den USA tendierten die Börsen zum europäischen Handelsschluss uneinheitlich: Während der Leitindex Dow Jones sich gut behauptete, gaben die Nasdaq -Indizes leicht nach.

Am deutschen Rentenmarkt sank die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 4,09 (Vortag: 4,11) Prozent. Der Rentenindex Rex kletterte um 0,01 Prozent auf 116,85 Punkte. Der Bund Future fiel um 0,64 Prozent auf 114,17 Punkte. Der Kurs des Euro fiel bis zum frühen Abend und kostete zuletzt 1,469 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,4761 (Donnerstag: 1,4738) Dollar festgelegt. Der Dollar kostete damit 0,6775 (0,6785) Euro.

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