Marktbericht Frankfurt
Dax ist Partygast an der Wall Street

Die Deutschen Aktienmärkte haben am Mittwoch von der Party an der Wall Street profitiert. Zeitweise hatte der deutsche Aktienindex sogar die Marke von 6 200 Punkten übersprungen, diese Linie aber nach Gewinnmitnahmen wieder unterschritten.

HB FRANKFURT/NEW YORK. Der Dow Jones Index ist am Mittwoch an der New Yorker Börse zum ersten Mal in seiner Geschichte über die Marke von 12 000 Punkten gestiegen und hat damit auch den deutsche Aktienmarkt angeheizt. Der auf unter 59 Dollar gesunkene Ölpreis tat sein Übriges, um die Anleger in Kauflaune zu versetzen. Zum Handelsende gab er einen Teil seiner Gewinne wieder ab und beendete die Sitzung 1,1 Prozent höher bei 6182,78 Zählern.

Für gute Stimmung sorgten die US-Konjunkturdaten. "Die Verbraucherpreis-Kernrate hat die Erwartungen genau getroffen, so dass eine weitere US-Zinserhöhung erst einmal vom Tisch scheint", sagte ein Börsianer. "Gleichzeitig haben die Baubeginne gezeigt, dass die Lage am US-Immobilienmarkt nicht so schlimm ist wie befürchtet." Aktienexperte Jörg Treptow von M.M. Warburg betonte: "Die Geschwindigkeit des Kursanstieges ist ein Zeichen dafür, dass zahlreiche Anleger falsch positioniert oder unterinvestiert sind." Ohne die stark schwankenden Preise für Lebensmittel und Energie stiegen die US-Verbraucherpreise im September um 0,2 Prozent zum Vormonat. Gleichzeitig zog die Zahl der begonnenen Wohnbauten um 5,9 Prozent und damit stärker als erwartet an.

Auch die Nebenwerte zeigten klar nach oben. Der MDAX legte 1,06 Prozent auf 8 613,06 Zähler zu, der TecDAX verbesserte sich um 0,90 Prozent auf 675,10 Punkte.

Die stärksten Kursgewinne im DAX verbuchte mit 3,0 Prozent die Aktie von Fresenius Medical Care. Das Papier der Postbank legte 2,9 Prozent zu. Die größten Verluste musste die Infineon-Aktie mit minus 0,5 Prozent hinnehmen, Metro verbilligten sich um 0,2 Prozent.

Gefragt waren unter anderem die Aktien der Deutschen Börse , die bis zu 2,7 Prozent zulegten. Einige Investoren spekulierten nach der Elefantenhochzeit der beiden größten US-Derivatebörsen CME und CBOT auf eine kontinentaleuropäische Fusion. Die Deutsche Börse, die gemeinsam mit der Schweizer SWX die Terminbörse Eurex betreibt, verliert durch den Mega-Deal in den USA sowohl ihre weltweite Spitzenposition im Derivatehandel als auch einen möglichen Übernahmekandidaten in den USA. Im Tagesverlauf gaben die Papiere den Großteil ihrer Gewinne wieder ab und schlossen nur noch 0,2 Prozent im Plus bei 126,20 Euro.

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