Marktbericht Frankfurt
Dax klettert auf neues Allzeithoch

Der deutsche Aktienindex Dax hat sein bisheriges Rekordhoch von März 2000 geknackt. Getragen von positiven Vorgaben aus Übersee stieg das Börsenbarometer am Freitag in Frankfurt kurz nach Handelsbeginn auf 8138,09 Punkte. Damit überwand der Index den höchsten Stand von 8 136,16 Punkten, den er am 7. März 2000 erreicht hatte.

HB FRANKFURT. Viele Anleger seien von der Rally vom Donnerstagnachmittag und den Rekordständen der US-Leitindizes Dow-Jones, S&P-500 und Nasdaq-Composite auf dem falschen Fuß erwischt worden. Sie hätten nun Eindeckungsbedarf, sagten Marktteilnehmer. „Der Freitag dürfte seinem Ruf als typischer Eindeckungs-Tag wieder alle Ehre machen.“ Anleger, die zuletzt auf fallende Kurse gesetzt haben, müssen ihre so genannten Short-Positionen eindecken, was die Kurse in die Höhe treibt.

„Die Vorgaben aus den USA und Japan sind wirklich eindeutig. Es dürfte auch hier zu Lande weiter nach oben gehen“, sagte ein Händler. Der Dax habe momentan wenig Eigenleben. Das könne sich aber ändern, wenn in der kommenden Woche mit den Zahlen des Softwarekonzerns SAP der Startschuss für die offizielle Berichtssaison der Dax-Unternehmen falle.

Der Nikkei in Tokio kletterte am Freitag um rund 1,5 Prozent. Der Dow Jones beendete den Börsentag 2,1 Prozent im Plus und markierte einen Rekordschlussstand. Der Nasdaq-Composite gewann 1,9 Prozent.

Für Kauflaune an den US-Börsen hatten zuversichtliche Aussagen einiger großer Einzelhändler zum Geschäft im Juli gesorgt - darunter Wal Mart. Zudem nährte der Rückzug des Aluminiumkonzerns Alcoa aus dem Bieterkampf um den kanadischen Rivalen Alcan Spekulationen, Alcoa könnte selbst zum Übernahmekandidaten werden.

Über den Verlauf des Wochenausklangs dürften eine Reihe von Konjunkturdaten aus den USA entscheiden. Veröffentlicht werden am frühen Nachmittag Im- und Exportpreise und Einzelhandelsumsätze im Juni. Kurz danach folgt der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan im Juli. Mit General Electric weist zudem ein Schwergewicht und Trendsetter aus den USA Quartalszahlen aus.

Ein guter Ausblick des koreanischen Halbleiterherstellers Samsung könnte laut Händlern die Infineon-Aktie stützen. Abzuwarten bleibe allerdings, ob die günstigen Kommentare von Samsung zum Geschäft mit Flachbildschirmen auch die Merck-Aktie stützen. Merck liefert das Flüssigkristall für die Bildschirme. Allerdings seien die Darmstädter mit der Übernahme der schweizerischen Serono „Pharma-lastiger“ geworden, heißt es im Handel.

Ein Bericht in der „Süddeutschen Zeitung“, dem zufolge Premiere die Preise für das Abo der Fußball-Bundesliga um 5 Euro erhöhen will, könnte laut Händlern Käufe von Premiere-Aktien nach sich ziehen. Negativ für die Puma-Aktie sei, dass die Hypo-Vereinsbank einen Puma-Anteil von 5 Prozent verkauft hat.

Die Optionsprämien auf Dax-Optionen preisen für Freitag eine Schwankungsbreite im Dax von 87,24 Punkten oder 1,08 Prozent um den Schlusskurs vom Vortag ein. Das entspricht einer Dax-Bewegung auf bis zu 8 141 Punkten nach oben und 7 966 Punkten nach unten. Hinweis: Die eingepreiste Schwankungsbreite ergibt sich aus dem Prämiendurchschnitt des VDax-New.

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