Marktbericht Frankfurt
Dax klettert ins Plus

Der Deutsche Aktienindex Dax hat sich zum Wochenende über der Marke von 8000 Punkten halten können, die er am Mittwoch überschritten hatte. Die Anleger haben sich zuletzt jedoch zurückgehalten. Die Liste der Dax-Gewinner führt die Commerzbank an, um die sich erneut Übernahmegerüchte ranken. Im Sinkflug war dagegen die Aktie der Lufthansa.

HB FRANKFURT. Mit 8041 Zählern und einem knappen Plus von 0,1 Prozent ging der Dax aus der Sitzung. Der MDax mittelgroßer Werte schloss mit minus 0,01 Prozent bei 10 755 Zählern nahezu unverändert. Der TecDax gewann 0,08 Prozent auf 1014 Punkte.

In den vergangenen fünf Handelstagen hat der deutsche Leitindex damit nur ein halbes Prozent gutgemacht. „Dass es so lange seitwärts geht, ist schon ungewöhnlich“, sagte ein Händler. „Bald wird eine starke Bewegung folgen - aber es zeichnet sich noch nicht ab, in welche Richtung es gehen wird.“ Erst die für kommenden Donnerstag angekündigten Quartalszahlen von SAP werden seiner Ansicht nach die Richtung vorgeben.

Davor lassen bereits zahlreiche US-Unternehmen ihre Bücher blicken, den Anfang macht am Montag die Citigroup. Analysten erwarten von deren Quartalsbericht allerdings keine großen Überraschungen. „Citigroup hat Anfang Oktober eine Gewinnwarnung herausgegeben. Damit ist die Katze aus dem Sack“, sagt LBBW-Analyst Steffen Neumann. Dennoch sieht er der kommenden Woche zuversichtlich entgegen „Die Berichtssaison steht unter einem guten Stern“, sagt er. „Ingesamt werden die Quartalszahlen wohl ein positiver Treiber sein.“

Ganz oben auf den Verkaufslisten der Investoren standen am Freitag die Titel der Lufthansa. Börsianer begründeten das Minus von 2,2 Prozent auf 21,25 Euro mit Gewinnmitnahmen. Am Vortag hatten die Titel zu den größten Gewinnern gezählt. „Zudem ist der Ölpreis wieder gestiegen, das dürfte auch belasten“, sagte ein Händler. In der Erwartung weiter sinkender Preise für Speicherchips trennten sich Anleger auch von Aktien des Halbleiterkonzerns Infineon. Die Titel fielen um 1,7 Prozent auf 10,90 Euro.

Auch Industriewerte standen auf den Verkaufslisten. „Es gibt durchaus Überlegungen, dass bei den anstehenden Quartalszahlen wegen der Subprime-Krise böse Überraschungen anstehen könnten“, sagte ein Händler. Und selbst wenn die Unternehmen selbst nicht direkt involviert seien, könnte es für die Firmen schwieriger werden, Kredite für Investitionen aufzunehmen. MAN-Aktien verloren 1,2 Prozent an Wert, die Papiere von Linde büßten 0,6 Prozent ein.

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