Marktbericht Frankfurt
Dax macht Vortagesverluste wett

Die deutschen Aktien haben am Mittwoch überwiegend leicht zugelegt. Die erfreulichen Ifo-Daten unterstützen den Markt, sagte ein Händler. Zudem haben Übernahmespekulationen und gute Quartalsergebnisse die Anleger wieder an den heimischen Markt gelockt.

HB FRANKFURT. Der Dax gewann zum Handelsschluss 1,00 Prozent auf 7343,08 Zähler und glich damit den Vortagesverlust wieder aus. Für den MDax ging es um 0,91 Prozent auf 10 680,91 Punkte nach oben. Der TecDax legte um 0,91 Prozent auf 888,02 Zähler zu.

Im Fokus standen die Aktien von Siemens, deren Kurs zunächst von einem unerwartet starken Gewinnzuwachs des von Korruptionsaffären belasteten Unternehmens in die Höhe getrieben wurde. Nachdem Konzernchef Klaus Kleinfeld seinen Verzicht auf eine Vertragsverlängerung erklärte, rutschten die Titel aber ins Minus.Bei den Finanzwerten heizte der Bieterkampf um die niederländische Bank ABN Amro Übernahmefantasien wieder an.

„Das ist ein von Übernahmegerüchten getriebener Markt“, sagte ein Händler. „Jeder will jeden übernehmen, da grassiert ein regelrechtes Fieber.“ Unterstützung bekam der Markt vor allem vom Ifo-Geschäftsklimaindex, der überraschend deutlich anzog, und der Wall Street. Der Dow-Jones-Index stieg erstmals über die 13 000-Punkte-Marke, was auch die Anleger in Europa mit Aktienkäufen honorierten.

Die Siemens-Aktie stieg nach Bekanntgabe positiv aufgenommener Quartalsergebnisse um bis zu zwei Prozent, drehte nach der Mitteilung zum Amtsverzicht Kleinfelds kurz vor Handelsschluss allerdings ins Minus und schloss mit einem Abschlag von einem Prozent auf 88,36 Euro. Am Morgen hatte die Börse noch ein eindeutiges Votum für Kleinfeld ausgegeben. „Es ist offensichtlich, dass das Geschäft sehr gut läuft. Es wäre absolut falsch, Kleinfeld zum jetzigen Zeitpunkt abzulösen“, warnte ein Analyst.

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Nach der Vorlage von Quartalszahlen am späten Nachmittag gewannen die Aktien der Lufthansa dagegen 1,37 Prozent auf 22,15 Euro. Die Fluggesellschaft hat im ersten Quartal die Marktprognosen beim Ergebnis übertroffen, beim Umsatz aber verfehlt. „Die Zahlen sehen auf den ersten Blick ziemlich gut aus. Allerdings darf man nicht den Sondererlös aus dem Verkauf von Thomas Cook vergessen“, sagte ein Händler.

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