Marktbericht Frankfurt
Dax macht Zwischenstopp bei seiner Jahresendrally

Der Deutsche Aktienindex ist mit leichten Verlusten in die neue Börsenwoche gestartet. Belastet wurde das Börsenbarometer dabei von Gewinnmitnahmen, negativen US-Vorgaben sowie dem wieder steigenden Ölpreis.

HB FRANKFURT. Der Leitindex verlor bis zum Handelsschluss 0,77 Prozent auf 5266,86 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg hingegen um 0,20 Prozent auf 7203,61 Punkte. Der TecDax verlor 0,14 Prozent auf 592,27 Punkte.

„Heute sehen wir in erster Linie Gewinnmitnahmen, nachdem der Dax bis auf über 5300 Punkte geklettert war. So eine Konsolidierung ist aber durchaus gesund“, sagte ein Händler. Leicht auf die Stimmung drücke der zeitweise wieder über 60 Dollar je Barrel notierende Preis für US-Leichtöl, sagten Börsianer. „Der Ölpreis ist in den vergangenen Tagen Schritt für Schritt gestiegen und rückt nun wieder stärker in den Fokus“, sagte ein Händler.

„Nach dem Rennen in den vergangenen Tagen sammeln die Anleger etwas Kraft. Die Rally zum Jahresende geht aber bald weiter“, vermutete Robert Halver, Kapitalmarktexperte von Vontobel Asset Management. Zum Ende der Vorwoche hatte der Dax mehr als 5300 Punkte und damit den höchsten Stand seit April 2002 erreicht.

Aus technischer Sicht könnte der Dax mit der zweiten Welle der Jahresendrally in den nächsten Tagen aber in den Bereich zwischen 5 400 und 5 450 Punkten vordringen, glauben die Experten von Staud Research. Nach unten sei der Dax bei 5 241 Punkten unterstützt, sagt der technische Analyst Marcel Mußler von den Mußler-Briefen.

Ein Minus von 1,8 Prozent auf 13,92 Euro verzeichneten die Aktien des Dax-Schwergewichts Deutsche Telekom. Seit Jahresbeginn haben die Titel rund 15 Prozent an Wert verloren und sind damit schwächster Dax-Wert. „Die Telekom-Aktie ist in diesem Jahr der Underperformer schlechthin“, sagte ein Händler. Zum Jahresende wollten viele Investoren sie daher nicht in ihren Büchern haben. Ein Analyst verwies auf strukturelle Risiken, mit denen die Telekom zu kämpfen habe. Vor allem der Tarifdruck im Mobilfunk sowie die zunehmend in den Bereich Festnetz drängenden Anbieter aus dem Kabel- und Internetbereich machten dem Konzern zu schaffen. Auch die Aufnahme in die europäische Empfehlungsliste von UBS konnte die T-Aktien nicht stützen.

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