Marktbericht Frankfurt
Dax pausiert auf hohem Niveau

Schwache US-Konjunkturdaten und Gewinnmitnahmen zum Wochenende hin haben den deutschen Aktienmarkt am Freitag leicht nach unten gedrückt. Der Leitindex Dax sank bis zum Abend um 0,42 Prozent auf 6 416,04 Punkte - im Wochenvergleich stand jedoch ein Plus von 0,92 Prozent zu Buche.

HB FRANKFURT/M. Der MDax mittelgroßer Werte büßte am Freitag 0,69 Prozent auf 8881,92 Zähler ein. Der TecDAX verlor 0,81 Prozent auf 702,15 Zähler. In den USA sind die Hausbaubeginne im Oktober überraschend deutlich zurückgegangen und auf den niedrigsten Stand seit Juli 2000 gesunken - das sorgte im Markt für etwas Druck. „Die Daten sind aber kein Grund zur Panik“, sagte ein Frankfurter Händler. Derzeit sei eine gewisse Nervösität am Markt zu spüren. „Wir werden auch in den kommenden Wochen weitere leichte Schwankungen sehen, das ist bei dem aktuell hohen Kursniveau normal“, sagte der Börsianer.

Aktien von Volkswagen gingen nach jüngsten Nachrichten zum Lkw- Bauer Scania mit minus 5,56 Prozent auf 80,75 Punkte als schwächster Dax-Wert aus der Sitzung. Die Scania-Großaktionäre Investor und Wallenberg wollen bei dem Lkw-Bauer in Zukunft gemeinsam auftreten. Zusammen kommen sie auf eine Sperrminorität. Investor lehnt die von MAN angestrebte Übernahme des schwedischen Konkurrenten bisher strikt ab. „Das dürfte nicht im Sinne von VW sein“, sagte ein Händler. Als weiteren Grund für die Kursabschläge nannte er Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Kursanstiegen.

Angesichts weniger weiterer Nachrichten sorgten Kommentare von Analysehäusern für Bewegung am Markt. Die Papiere der Hypo Real Estate gewannen 1,09 Prozent auf 46,17 Euro. Auch die Infineon-Aktie stieg in Reaktion auf positive Analystenkommentare, und zwar um 2,19 Prozent auf 9,78 Euro.

Titel von Eon reagierten mit einem Plus von 0,45 Prozent auf 96,31 Euro auf das Einlenken des spanischen Stromversorgers Endesa im seit Monaten andauernden Übernahmekampf. Endesa leitete die Aufhebung der gerichtlichen Hindernisse ein, die derzeit noch die Offerte der Düsseldorfer blockieren.

Aktien von Thyssen-Krupp und Salzgitter dämmten ihre Tagesverluste nach neuen Fusionsfantasien in der Branche am Nachmittag etwas ein. Thyssen-Krupp-Titel verloren bis zum Abend noch 1,38 Prozent auf 28,65 Euro - das Tagestief lag bei 28,26 Euro. Salzgitter gaben noch 2,29 Prozent auf 83,45 Euro ab, tiefster Stand des Tages war 80,80 Euro. Der Stahlkonzern Companhia Siderurgica Nacional (CNS) hatte sein Interesse für den Stahlkocher Corus bekundet. Zuvor hatten die beiden deutschen Werte mit Kursabschlägen auf eine negative Sektorstudie von Goldman Sachs reagiert.

Der Dow Jones präsentierte sich zum europäischen Börsenschluss knapp behauptet. Der EuroStoxx 50 gab 0,72 Prozent auf 4 080,03 Zähler ab. In Paris schloss der CAC 40 etwas schwächer und auch die Londoner Börse ging mit Kursverlusten aus dem Handel.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,77 (Vortag: 3,74) Prozent. Der Rentenindex REX sank um 0,18 Prozent auf 117,70 Punkte. Der Bund Future legte um 0,40 Prozent auf 118,12 Punkte zu. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2774 (Donnerstag: 1,2804) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7828 (0,7810) Euro.

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