Marktbericht Frankfurt
Dax rettet geringes Plus ins Wochenende

Die deutschen Aktienindizes haben am Freitag nach positiv ausgefallenen US-Konjunkturdaten den Großteil ihrer frühen Verluste wettgemacht. Dem Dax gelang es sogar, sich mit einem geringen Plus aus der Handelswoche zu verabschieden. An der Spitze lag die VW-Aktie.

HB FRANKFURT. Der Leitindex Dax drehte in die Gewinnzone und schloss mit plus 0,05 Prozent auf 6 716,52 Zähler. Auf Wochenbasis war das ein Anstieg um 1,71 Prozent. Der MDax der mittelgroßen Werte gab nur noch um 0,58 Prozent auf 9 724,08 Punkte nach. Der Technologiewerteindex TecDax verlor 0,06 Prozent auf 826,09 Zähler.

"Der Dax ist nur nicht mehr richtig in die Gänge gekommen, weil Freitag ist", kommentierte ein Händler die Tagesentwicklung. "Die abgelaufene Woche war sehr wichtig, weil die panischen Züge nach der Verkaufswelle der Woche davor sich relativiert haben - der Dax hat gut die Hälfte seiner Verluste wieder aufgeholt." Zwar dürfte die derzeitige technische Korrektur weitergehen, doch Verluste wie in den Tagen nach dem Kursrückgang in Schanghai seien nicht mehr zu erwarten. Von einer negativen Trendwende am Aktienmarkt könne deshalb keine Rede sein. Deshalb sei er optimistisch für die kommende Woche.

Die Aktie von Volkswagen (VW) zeigte sich nach der Bekanntgabe von Zahlen und Ausblick fest und gewann an der Dax-Spitze 3,05 Prozent auf 103,05 Euro - damit schloss sie auf einem Rekordhoch. Während VW für 2008 bisher einen Vorsteuergewinn von 5,1 Mrd. Euro als Zielmarke ausgegeben hatte, ist dies nun die Untergrenze.

Für die Lufthansa-Titel ging es nach Verkehrszahlen um 1,97 Prozent auf 20,73 Euro nach oben. Deutschlands größte Fluggesellschaft hat im Februar bei höherer Auslastung mehr Passagiere befördert als ein Jahr zuvor. Einem Händler zufolge sind die Verkehrszahlen etwas besser als erwartet ausgefallen.

In der zweiten Reihe fielen EADS-Aktien nach Zahlen mit minus 4,94 Prozent auf 22,51 Euro ans MDax-Ende. Nach einem drastischen Gewinneinbruch rechnet der krisengeschüttelte Luft- und Raumfahrtkonzern bei der Sanierung nur mit langsamen Fortschritten. Auch im laufenden Jahr werde die Flugzeugbau-Tochter Airbus erhebliche Verluste machen, kündigten die Co-Chefs Tom Enders und Louis Gallois an. "EADS-Investoren realisieren nun, dass sie ihre langfristigen Gewinnannahmen zurück nehmen müssen", sagte ein Börsianer.

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