Marktbericht Frankfurt
Dax schließt auf Vortagesniveau

Vor dem Karnevalswochenende haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt zurückgehalten. Der Dax schloss mit 6 957,07 (minus 1,55) Punkten nahezu unverändert.

HB FRANKFURT. Zur Vorwoche hat der Index damit ein halbes Prozent zugelegt. Zeitweise rückte er am Freitag auf 21 Zähler an die 7 000-Punkte-Marke heran. Bei den Nebenwerten machten die Anleger dagegen Kasse. Der MDax, der in dieser Woche die 10 000-Punkte-Marke hinter sich ließ und zur Vorwoche mehr als ein Prozent gewonnen hat, rutschte um 0,4 Prozent auf 10 129 Zähler.

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„Nach den Kursgewinnen in dieser Woche ist eine Beruhigung durchaus angebracht“, sagte ein Händler. Viele Anleger seien wohl schon im Karnevals-Kurzurlaub. Zwar bleiben an Rosenmontag die Börsen in Deutschland geöffnet, doch werden in den USA die Finanzmärkte wegen des Feiertags „President's Day“ geschlossen bleiben. Der Verfall von Optionen auf Aktien und Indizes am Terminmarkt spielte kaum eine Rolle.

Händler Stefan Chmielewski vom Brokerhaus Lang & Schwarz hält nächste Woche ein zumindest kurzzeitiges Überwinden der Marke von 7 000 Punkten für möglich. „Impulse könnten von den Unternehmenszahlen kommen“, erklärte Chmielewski. Nächste Woche werden unter anderem Geschäftszahlen von VW, Allianz, Deutsche Börse, BASF, Continental und RWE erwartet.

Die Aktien von Daimler-Chrysler zogen im Schlussgeschäft ins Plus, nachdem das Branchenblatt „Automotive News“ berichtete, der deutsch-amerikanische Autobauer verhandele mit General Motors über eine Komplettübernahme seiner defizitären US-Tochter Chrysler. Daimler-Chrysler und GM wollten den Bericht nicht kommentieren. Daimler-Chrysler legten 1,3 Prozent auf 54,12 Euro zu, nachdem sie zuvor ein Prozent im Minus notiert hatten. Spekulationen auf eine Trennung von dem amerikanischen Traditionskonzern und überzeugende Konzernzahlen hatten schon zur Wochenmitte die Anleger in Scharen angelockt. Die Daimler-Chrysler-Aktien haben sich in dieser Woche um neun Prozent verteuert.

Mehr als der Dax gewannen am Tag nach der Hauptversammlung die Infineon-Aktien mit einem Prozent auf 12,27 Euro. Die Analysten von Dresdner Kleinwort erhöhten ihr Kursziel für die Titel des Halbleiterherstellers um 50 Cent auf zehn Euro. Zugleich rieten sie ihren Kunden aber, Infineon wie bisher in ihren Depots zu reduzieren.

Im MDax gaben die Aktien von Salzgitter ihren Vortagesgewinn ab und fielen um 2,6 Prozent. „Die Anleger fürchten, dass Salzgitter für Algoma zu viel zahlen könnte“, erläuterte ein Händler. Der Röhrenhersteller hatte am Donnerstag bestätigt, dass er den kanadischen Konkurrenten ins Visier genommen hat. Die Aktien des ebenfalls im MDax gelisteten Stahlhändlers Klöckner & Co legten wegen des Booms im Sektor 1,7 Prozent zu.

Im TecDax verteuerten sich die Aktien von GPC Biotech um 5,5 Prozent auf ein Sechs-Jahres-Hoch von 24,90 Euro zu, nachdem das Biotechnologieunternehmen den Antrag zur Zulassung seines Krebsmittels Satraplatin in den USA eingereicht hat. Die Aktien von Evotec legten vor einer Veranstaltung über die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in London in der nächsten Woche gut sieben Prozent zu.

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