Marktbericht Frankfurt
Dax schließt im Minus

Nach einer Achterbahnfahrt im Tagesverlauf ist der deutsche Aktienmarkt mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Dax schloss 0,75 Prozent im Minu bei 6721,36 Punkten. Finanztitel, die an der jüngsten Aufwärtsbewegung des Dax den größten Anteil hatten, gehörten nun wieder zu den größten Verlierern.

HB FRANKFURT/MAIN. Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch den zweiten Handelstag in Folge Verluste verbucht. Händler sprachen von einem überwiegend unentschlossenen Handelsgeschehen. Der Dax, der zwischenzeitlich ins Plus gedreht war, ging mit minus 0,75 Prozent auf 6721,36 Punkte aus dem Handel. Der MDax verlor ebenfalls 0,75 Prozent und schloss bei 8871,82 Zählern. Der TecDax büßte 0,61 Prozent auf 809,48 Punkte ein.

"Im Markt ist nach der jüngsten starken Aufwärtsbewegung erst einmal die Luft raus", sagte Händler Ascan Iredi von der Postbank. Noch seien die Handelsteilnehmer unsicher, ob es im Dax in nächster Zeit noch weiter hoch geht oder nicht. Zudem seien die aktuellen Nachrichten in der Summe eher negativ, was die Zurückhaltung verstärkt habe.

Finanztitel, die an der Aufwärtsbewegung den größten Anteil hatten, gehörten daher nun wieder zu den größten Verlierern. Die Aktien der Commerzbank sanken um 3,40 Prozent auf 21,33 Euro, und die Papiere der Hypo Real Estate (HRE) gaben um 4,30 Prozent auf 18,24 Euro nach. Die Titel der Postbank büßten 3,99 Prozent auf 56,35 Euro ein und litten damit laut Händlern auch unter Aussagen aus einem Zeitungsartikel. Die Kommunikationsgewerkschaft DPV warnte laut "Frankfurter Allgemeiner Zeitung" vor rechtlichen Problemen beim möglichen Verkauf des Finanzinstituts.

Ebenfalls unterdurchschnittlich entwickelten sich die Papiere der Postbank -Muttergesellschaft Deutsche Post. Sie verloren 2,34 Prozent auf 20,05 Euro, nachdem der US-Konkurrent United Parcel Service (UPS) seine Gewinnprognose für das erste Quartal wegen des Wirtschaftsabschwungs in den Vereinigten Staaten reduzierte. Analysten verwiesen auf Parallelen zum US-Expressgeschäft der Deutschen Post. Kurzfristig gesehen sei die UPS -Gewinnwarnung negativ für die europäischen Express-Dienstleister und insbesondere für die Post mit ihrem umfangreichen US-Geschäft, sagte Analyst Axel Funhoff.

Die TUI -Aktien zählten dagegen mit plus 1,12 Prozent auf 17,20 Euro zu den wenigen Gewinnern im Dax. Der russische Großaktionär Alexej Mordaschow hat seinen Anteil am Touristikkonzern verdoppelt und hält nun etwas mehr als zehn Prozent an TUI.

Im MDax wurden die Celesio -Titel in Erwartung einer künftig verstärkten Konkurrenz beim Vertrieb von Medikamenten abgestraft. Sie büßten als Index-Schlusslicht 7,67 Prozent auf 28,16 Euro ein. Die Drogeriemarktkette dm kündigte an, in den bundesweiten Arzneimittel- Verkauf einzusteigen und ab Sommer erste "Pharmapunkte" in dm- Geschäften außerhalb von Nordrhein-Westfalen einzurichten.

Der europäische Leitindex EuroSTOXX 50 verlor 0,91 Prozent auf 3775,93 Zähler. Auch in Paris und London wurden Verluste verbucht. In den USA gaben die wichtigsten Aktienbörsen zum europäischen Handelsschluss ebenfalls nach.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 4,01 Prozent. Der Rentenindex stieg um 0,22 Prozent auf 118,84 Punkte. Der Bund Future gewann 0,20 Prozent auf 115,16 Punkte. Der Kurs des Euro stieg bis zum Abend auf 1,58 US- Dollar: Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,5726 (Dienstag: 1,5694) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,6359 (0,6372) Euro.

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