Marktbericht Frankfurt
Dax schließt im Minus

Nach freundlichem Start ist der Dax am Montag doch noch ins Minus gerutscht. Negative Konjunkturmeldungen und ein neues Rekordhoch beim Ölpreis setzten dem deutschen Leitindex zu. Pharmawerte und die Papiere der Lufthansa gehörten zu den Verlierern. Auf der anderen Seite der Skala rangierten die Titel der Deutschen Börse, die ein Plus von mehr als fünf Prozent verzeichneten.

HB FRANKFURT/MAIN. Die deutschen Aktienindizes haben sich am Montag nach negativen Konjunkturmeldungen und einem neuen Rekordhoch beim Ölpreis uneinheitlich entwickelt. Der Dax drehte nach einem freundlichen Start im Handelsverlauf ins Minus und verlor 0,52 Prozent auf 6729,88 Zähler. Der MDax gewann unterdessen 0,66 Prozent auf 9637,45 Zähler. Auch der TecDax legte zu und stieg um 1,24 Prozent auf 825,20 Zähler.

Die anfängliche Euphorie zu Wochenbeginn sei von verschiedenen Seiten niedergemacht worden, erklärte Robert Halver, Leiter Kapitalmarktstrategie bei der Wertpapierhandelsbank Baader. So hätten gestiegene Inflationserwartungen und revidierte Exportprognosen deutscher Unternehmen den Schwung aus dem Aktienmarkt genommen. Nicht zuletzt belastet Börsianern zufolge auch der Ölpreis, der mit einem Sprung in Richtung 140 Dollar auf neue Rekordstände gestiegen war.

An der Spitze des deutschen Leitindex gingen Deutsche-Börse-Titel mit plus 5,07 Prozent auf 83,59 Euro auf Erholungskurs. Berichte vom Wochenende, dass Atticus zu seiner Beteiligung stehe und das Management des Börsenbetreibers stützt, hätten eine Kurserholung ausgelöst, sagte ein Börsianer.

ThyssenKrupp profitierten von einem Bericht des Monatsmagazins "Euro" und legten um 2,07 Prozent auf 41,48 Euro zu. Dem Bericht zufolge sieht Vorstandschef Ekkehard Schulz "keine Bremssignale in Auftragsbüchern" und erwartet eine Fortsetzung des Stahlbooms. Zudem seien die für 2012 gesteckten Ziele eventuell früher erreichbar.

Die Aktien von adidas legten nach einer Pressekonferenz zur Fußball-EM um 0,52 Prozent auf 44,73 Euro zu. Der Sportartikelhersteller habe im laufenden Jahr bereits 80 Prozent des angepeilten Fußballumsatzes erreicht, sagte Vorstandschef Herbert Hainer in Wien. Händler bewerteten das positiv - aber nicht neu.

Unterdessen verloren Lufthansa-Papiere nach einem negativen Analystenkommentar 1,08 Prozent auf 15,55 Euro. Pharmawerte wie Merck und Bayer gerieten nach Meinung von Händlern nach Gewinnmitnahmen unter Druck. Merck-Aktien verloren 1,29 Prozent auf 85,93 Euro, Bayer gaben am Dax-Ende 2,60 Prozent auf 52,43 Euro ab.

Im MDax zählten Titel von ProSiebenSat.1 Media nach dem Verkauf der skandinavischen Bezahlfernseh-Gruppe C More mit plus 3,92 Prozent auf 7,69 Euro zu den Favoriten. Im TecDax sprangen Solon nach Bekanntwerden einer neuen Beteiligung auf 56,40 Euro hoch, gingen dann aber nur noch mit einem Plus von 4,52 Prozent auf 55,04 Euro aus dem Handel. Der Solarmodul-Hersteller hat sich mit 16 Prozent bei dem neu gegründeten US-Unternehmen SpectraWatt eingekauft.

Der EuroSTOXX 50 ging mit einem Minus von 0,84 Prozent auf 3532,83 Zähler aus dem Handel. Die Börsen in Paris und London schlossen ebenfalls im Minus. Der Dow-Jones-Index tendierte zum Handelsschluss in Europa etwas schwächer.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 4,73 (Vortag: 4,75) Prozent. Der Rentenindex REX stieg um 0,22 Prozent auf 113,78 Punkte. Der Bund Future legte um 0,29 Prozent auf 111,62 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,5459 (Freitag: 1,5336) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,6469 (0,6521) Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%