Marktbericht Frankfurt
Dax schließt im Plus – Postbank verliert deutlich

Der deutsche Aktienmarkt hat die schwachen Konjunkturdaten nach anfänglichen Problemen vergleichsweise gut verkraftet und den Handel im Plus beendet. Belastend wirkte jedoch der hohe Ölpreis. Die angekündigte Produktionsausweitung der Golfstaaten ist schon wieder verpufft. Obendrein schürte die Ratingagentur Moody's neue Subprime-Ängste.

HB FRANKFURT. Der deutsche Aktienmarkt hat sich zu Wochenbeginn gefestigt. Der Dax trotzte einem schwachen Ifo-Index sowie dem anhaltend teuren Öl und schloss 0,2 Prozent im Plus bei 6 589 Punkten. Am Freitag hatte der Leitindex wegen des Verfalls am Terminmarkt und Spekulationen auf weitere Probleme im weltweiten Bankensektor gut zwei Prozent verloren.

Gefragt waren die schwergewichtigen Titel von Siemens, die zwei Prozent zulegten, und Bayer mit einem Plus von 2,5 Prozent. Größter Dax-Verlierer waren die Titel der Postbank mit einem Minus von 5,8 Prozent. Die Analysten von Merrill Lynch stuften die Papiere herab. Zudem wachsen Börsianern zufolge inzwischen die Zweifel, ob die Post-Tochter tatsächlich ein attraktives Übernahmeziel ist.

Auch zu Beginn der Börsenwoche gab es belastende Faktoren für Aktien: Angesichts der rekordhohen Ölpreise hat sich die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft im Juni unerwartet deutlich eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank auf 101,3 von 103,5 Punkten. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl der Sorte WTI hielt sich bei rund 136 Dollar, obwohl Saudi-Arabien sich bei einem Krisentreffen von Ölproduzenten und-verbrauchern zur Ausweitung der Förderung bereiterklärt hatte. Die Aktien der vom teuren Kerosin belasteten Lufthansa verloren zwei Prozent.

"Die Nachrichten und die Großwetterlage sind so schlecht, dass es bald nicht ärger geht. Das Öltreffen hat eigentlich gar nichts gebracht, und insofern fehlen positive Impulse", kommentierte ein Händler.

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