Marktbericht Frankfurt
Dax schließt mit Verlusten

Die meisten deutschen Aktien haben am Montag in einem ruhigen Handel leichte Kursverluste verzeichnet. Der Dax konnte die psychologisch wichtige Marke von 6 000 Punkten im Verlauf der Sitzung nicht halten und blieb bis zum Börsenschluss knapp darunter mit einem Minus von 0,08 Prozent auf 5 999,46 Zähler. Der MDax mittelgroßer Werte stieg hingegen um 0,03 Prozent auf 8 549,56 Zähler. Für den TecDax ging es um 0,83 Prozent auf 657,78 Punkte nach unten.

HB FRANKFURT. "Wir haben vor dem Feiertag geringe Volumen", sagte Michael Köhler, Marktstratege von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP). Dem Markt habe es an Schwung gefehlt, die 6 000-Marke zu halten. Auch andere Marktbeobachter sprachen von fehlenden Anschlusskäufen vor dem Tag der Deutschen Einheit. Dramatisch sei die Entwicklung allerdings nicht. Zum Ende des dritten Quartals sei durchaus mit leichteren Kursen zu rechnen, nachdem diese sich zuletzt gut entwickelt hätten.

Auch die US-Knjunkturdaten wiesen den Aktienmärkte keine klar Richtung: Während die Bauausgaben im August entgegen den Expertenerwartungen stiegen, hat sich die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe im September überraschend eingetrübt.

In Deutschland gingen MAN-Aktien mit einem Plus von 4,88 Prozent auf 70,00 Euro an der Dax-Spitze aus dem Handel. Damit erreichte die Aktie ein Rekordhoch. MAN und Volkswagen sollen sich einem Bericht des Magazins "Focus" zufolge im Streit um die Übernahme von Scania fast einig sein. VW-Chef Bernd Pischetsrieder soll danach neuer Aufsichtsratsvorsitzender beim Münchner MAN-Konzern werden.

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Im MDax waren Lanxess-Aktien mit plus 2,98 Prozent auf 34,86 Euro Spitzenreiter. Händler verwiesen auf charttechnische Stärke. "Das nahe Rekordhoch bei 35 Euro lockt die Anleger", kommentierte ein Händler.

Medion-Papiere brachen nach einer Gewinnwarnung ein und gingen mit einem Minus von 10,84 Prozent auf 7,81 Euro aus der Sitzung. Der Elektronikhändler und Aldi-Lieferant hatte am Morgen seine Umsatz- und Ergebniserwartungen für das laufende Jahr gesenkt. Die Auftragseingänge gegen Ende des dritten Quartals und insbesondere für das entscheidende vierte Quartal hätten sich unter den Erwartungen entwickelt, hieß es zur Begründung. Es war die zweite Gewinnwarnung in diesem Jahr.

Für MLP ging es um 4,30 Prozent auf 16,90 Euro nach unten. Der Großaktionär Bernhard Termühlen hat seinen Anteil am Finanzdienstleister unter zehn Prozent gesenkt. Termühlens Anteil beträgt seit dem 21. September 9,73 Prozent. Zuletzt hielt der frühere Vorstandschef knapp 14 Prozent an MLP.

Bei den Technologiewerten rutschten wirecard um 7,89 Prozent auf 4,90 Euro ab. Händler verwiesen darauf, dass wirecard über sein Internet-Zahlungssystem Click2pay von einem US-Gesetzesvorschlag betroffen sei. Mit Hilfe eines solchen Gesetzes soll es Banken und Kreditkartenfirmen verboten werden, Zahlungen von Online-Spielen-Anbietern abzuwickeln. "Die Anleger fürchten, in Deutschland könnte es zu einem ähnlichen Verbot kommen", sagte ein Börsianer.

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