Marktbericht Frankfurt
Dax schließt über 6 400-Punkte-Marke

Nach einer vorübergehenden Schwächephase als Reaktion auf US-Arbeitsmarktdaten hat sich der Dax am Freitag mit einem leichten Plus ins Wochenende verabschiedet. Er beendete den Xetra-Handel 0,2 Prozent höher bei 6427,41 Zählern.

HB FRANKFURT. „Die Verluste waren übertrieben“, sagte ein Händler. „Denn die Daten sind eigentlich positiv für den Markt. Sie unterstreichen die Erwartung einer 'weichen Landung'.“ Mit diesem Begriff bezeichnen Börsianer eine allmähliche Konjunkturabkühlung. In den vergangenen Wochen war wiederholt spekuliert worden, das US-Wirtschaftswachstum könne abrupt zum Erliegen kommen. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der US-Landwirtschaft lag im November bei 132.000. Experten hatten im Schnitt nur mit 110.000 gerechnet. Der Wert für Oktober wurde auf 79.000 von bislang 92.000 gesenkt.

Die Gewinnmitnahmen hatten Händler unter anderem damit begründet, dass die Vormonatszahlen nach unten korrigiert wurden. Als weiteren Belastungsfaktor nannten sie die Dollar-Schwäche. Der Euro verteuerte sich nach Veröffentlichung der US-Daten um bis zu einen US-Cent, fiel aber bis zum frühen Abend auf 1,3288 Dollar zurück. Eine Aufwertung der Gemeinschaftswährung verteuert Exporte in den wichtigen Absatzmarkt USA und schmälert Unternehmensgewinne.

Deutsche Börse weiter im Aufwind

Die Aktien der Deutschen Börse setzten sich mit einem Plus von 2,6 Prozent auf 133 Euro an die Spitze der Dax-Gewinner. „Nach der Credit Suisse gestern hat heute die Citigroup das Kursziel angehoben“, erklärte ein Händler. „Da kommen sicher noch weitere Empfehlungen.“ Andere Börsianer sagten, der Sprung über die 130 Euro habe zusätzliche Käufe ausgelöst.

Gefragt waren außerdem die Titel von Eon, die ihre Vortagesgewinne ausbauten und ebenfalls und 1,4 Prozent auf 100,14 Euro zulegten. „Die Aktie hatte in den vergangenen Monaten eine Durststrecke und sich unterdurchschnittlich entwickelt“, sagte ein Börsianer. „Diesen Rückstand holt sie nun auf.“

Unter Verkaufsdruck standen dagegen die Papiere der Deutschen Post, die sich um 0,6 Prozent auf 23,42 Euro verbilligten. Börsianer sprachen von Gewinnmitnahmen. Die Aktien von Thyssen-Krupp gaben einen Teil ihres knapp vierprozentigen Vortagesgewinns wieder ab und verloren ebenfalls 0,6 Prozent auf 31,66 Euro.

Ins Rampenlicht rückte außerdem Tui. Der Touristik-Konzern will im Rahmen seiner Sparpläne weitere Stellen streichen. Die Titel profitierten hiervon aber nur moderat und legten 0,3 Prozent auf 15,89 Euro zu.

Im Kleinwerte-Index SDax rutschten die Titel von Demag Cranes zunächst um bis zu 5,2 Prozent ab. Ein halbes Jahr nach dem Börsengang stiegen Siemens und der Finanzinvestor KKR beim Kran-Hersteller aus. Nach Abschluss der Platzierung, bei der die Papiere zu je 33 Euro verkauft wurden, erholten sich die Demag-Papiere deutlich und schlossen zwei Prozent im Plus bei 35,50 Euro.

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