Marktbericht Frankfurt
Dax schließt unter 7 400er-Marke

Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag nach einem überwiegend richtungslosen Verlauf schwächer geschlossen. Unter Druck seien die Wertpapiere vor allem am späteren Nachmittag nach Aussagen zur Wirtschaftsentwicklung in den Vereinigten Staaten geraten, sagten Händler.

HB FRANKFURT. Die Erinnerung an den am Dienstag bevorstehenden Jahrestag der Terrroranschläge in New York vom 11. September 2001 sei zwar ebenfalls präsent, konkrete Sorgen vor neuen Attentaten seien aber nicht spürbar gewesen.

Der Leitindex DAX fiel wieder unter die Marke von 7400 Punkten und schloss mit einem Abschlag von 0,82 Prozent auf 7375,44 Zähler auf dem schwächsten Stand seit Mitte August. Der MDAX fiel um 1,70 Prozent auf 9850,55 Zähler. Der Technologiewerte-Index TecDAX büßte 1,23 Prozent auf 900,24 Zähler ein.

Die US-Wirtschaft ist nach Einschätzung der Gouverneurin der regionalen Notenbank von San Francisco, Janet Yellen, einem „bedeutenden Abwärtsdruck“ ausgesetzt. Der schwache Häusermarkt und die Turbulenzen am Finanzmarkt belasteten die US-Konjunktur, sagte sie. Händler verwiesen zudem darauf, dass zuvor auch Medienberichte zur deutschen Bankenbranche belastet hätten.

Unter anderem verwiesen sie dabei auf Befürchtungen der Institute, dass sich deren Liquiditätsprobleme verschärfen könnten. „Das Vertrauen der Banken untereinander ist nachhaltig gestört“, kommentierte Aktienhändler Fidel Helmer von der Privatbank Hauck & Aufhäuser.

Zu den größten Verlierern unter den Bankentiteln zählten die Papiere der Mittelstandsbank IKB, die im MDax um 2,69 Prozent auf 13,38 Euro nachgaben. Ein Händler sah in den Verlusten nichts Ungewöhnliches. Die Aktie stehe derzeit, wie allgemein die Bankenwerte, auf der Verkaufsliste. Aktien der Deutschen Bank fielen im Leitindex um 0,98 Prozent auf 88,82 Euro. Die Aussagen von Vorstandschef Josef Ackermann, dass die Ziele für 2008 erreicht werden dürften, konnten dem negativen Trend nicht entgegenwirken.

Hypo Real Estate büßten 2,30 Prozent auf 37,86 Euro ein. Die Papiere der Rückversicherer gaben ebenfalls nach. Die Aussagen von Vorständen während des Branchentreffens in Monte Carlo hätten insgesamt kaum Neuigkeiten enthalten, sagten Händler und Analysten übereinstimmend. Die Titel des Rückversicherers Münchener Rück verloren 0,40 Prozent auf 125,49 Euro, die Anteilsscheine der Hannover Rück fielen im MDAX um 1,12 Prozent auf 32,79 Euro.

Die beiden Branchengrößen Münchener Rück und Swiss Re hätten mit Blick auf die Prämien und Preise zur Risikoabsicherung „einen gewissen Spielraum nach unten angedeutet, was aber zu erwarten war“, sagte Analyst Konrad Becker von Merck Finck & Co.

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