Marktbericht Frankfurt
Dax schließt unter 8 000 Punkten

Anzeichen für eine Abschwächung des konjunkturellen Aufschwungs haben den Dax weiter von seinem Rekordhoch entfernt. Der Leitindex legte er zum Ende der Woche den Rückwärtsgang ein und schloss unter 8 000 Punkten. Doch es gab nicht nur Verlierer.

HB FRANKFURT. Belastet von einem enttäuschend ausgefallenen Ifo-Index fiel das Börsenbarometer am Freitag 0,2 Prozent auf 7 949 Zähler und lag damit rund ein Prozent niedriger als vor Wochenfrist. Zur Wochenmitte war der Dax noch bis auf fünf Zähler an sein sieben Jahre altes Rekordhoch von 8 136 Punkten herangerückt, ehe er den Rückwärtsgang einlegte. Im Fokus standen am Freitag die schwer gewichteten Allianz-Aktien, die von Gerüchten über einen angeblich anstehenden Verkauf der Dresdner Bank profitierten.

„Die Anleger haben einen Grund gesucht, um vor dem Wochenende ihre Bestände zu reduzieren, und der Ifo-Index hat diesen Grund geliefert“, erläuterte NordLB-Händler Matthias Melms. Der Index, der die Stimmung in den deutschen Firmen misst, war überraschend zurückgegangen. In der ersten Wochenhälfte hatte schon der ZEW-Konjunkturindex, dem eine Umfrage unter den Finanzprofis zugrunde liegt, die Börse enttäuscht. Hinzu kamen die Probleme zweier Hedgefonds der US-Investmentbank Bear Stearns, die sich am schwächelenden US-Wohnungsmarkt verspekuliert hatten. Außerdem ziehen seit Wochen die Renditen am Rentenmarkt an, was die Anleger zunehmend verunsichert.

Die Warnungen des Bundesinnenministeriums vor Anschlägen in Deutschland wirkten sich Börsianern zufolge dagegen kaum auf das Kursgeschehen aus. „Seit den Anschlägen vom 11. September hat sich die Börse an diese Gefahr gewöhnt“, sagte ein Händler.

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