Marktbericht Frankfurt
Dax schließt wieder im Minus

Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag nach einer Vielzahl von Unternehmenszahlen nicht an die positive Vortagsentwicklung anknüpfen können und mit Verlusten geschlossen. Vor allem Daimler enttäuschte die Anleger mit einem unerwartet starken Gewinnrückgang. Doch auch aus anderen Gründen herrschte Nervosität.

HB FRANKFURT. Der Dax fiel um 0,6 Prozent auf 6885 Punkte und beendete damit eine seit fünf Handelstagen andauernde Gewinnserie. Auch die meisten europäischen Indizes gaben nach. Der Stoxx50 und der EuroStoxx50 fielen um je etwa 0,5 Prozent.

Die vorgelegten Quartalszahlen hätten kaum Anlass zur Euphorie gegeben, sagte ein Händler. Auf europäischer Ebene feierten die Anleger zwar die sprudelnden Gewinne der großen Ölkonzerne Shell und BP, deren Aktien fast sechs Prozent zulegten. Doch half dies den Anlegern kaum über Enttäuschungen in anderen Sektoren hinweg. "Deshalb haben einige lieber die Gewinne mitgenommen, wobei die Umsätze aber relativ gering blieben", sagte ein Händler.

Viele Anleger wollten vor neuen Aussagen der US-Notenbank Fed zur gebeutelten US-Konjunktur am Mittwochabend offenbar kein Risiko eingehen. Eine Zinssenkung gilt als sicher. Börsianer erwarten, dass sich die Fed auch zu den Aussichten für die US-Konjunktur äußern wird. Allerdings werden die Anleger in Europa wegen des Mai-Feiertages erst am Freitag darauf reagieren können.

In Frankfurt enttäuschte vor allem Daimler mit einem unerwartet starken Gewinnrückgang. Der Autobauer bekräftigte zwar seine Erwartungen für das laufende Jahr, zollte zugleich aber mit einer verhaltenen Absatzprognose dem starken Euro, den hohen Rohstoffpreisen und der lahmenden US-Konjunktur Tribut. Die Daimler-Aktien fielen um 1,4 Prozent.

Belastet wurde der Dax auch von den Aktien der Allianz und der Deutschen Bank. Die Allianz-Tochter Dresdner Bank und der Branchenprimus leiden gleichermaßen unter den Folgen der Subprime-Krise in den USA. Während die Dresdner Bank dem Mutterkonzern das Ergebnis verhagelte, wies die Deutsche Bank den ersten Quartalsverlust seit fünf Jahren aus und kassierte angesichts des unsicheren Umfeldes endgültig seine Ergebnisziele für das Jahr ein. Allianz fielen um 1,2 Prozent, Deutsche Bank um 0,3 Prozent.

Einige Händler fürchteten um die Ergebnisse bei den übrigen Banken. "Wenn es so aussieht beim Klassenbesten, wie sieht es dann bei anderen Banken aus?", fragte ein Händler. So verloren Commerzbank 3,2 Prozent, Postbank 1,8 Prozent und Hypo Real Estate 1,3 Prozent.

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