Marktbericht Frankfurt
Dax-Werte schließen sämtlich im Minus

Vor der Veröffentlichung einer Reihe von Zwischenberichten großer US-Konzerne haben Anleger am deutschen Aktienmarkt am Dienstag Kasse gemacht: Der Dax, der neun Handelstage in Folge zugelegt hatte, verlor 1,15 Prozent auf 6 115,10 Punkte. Kein einziger Wert im Dax schaffte es in die Gewinnzone.

HB FRANKFURT. „Ich denke aber nicht, dass das nachhaltig ist“, sagte ein Händler. „Selbst wenn der Dax auf 6 000 Punkte fällt, ist das noch im Rahmen der Korrektur nach den Kursgewinnen der letzten Tage.“ Die Verluste am deutschen Aktienmarkt gingen quer durch alle Sektoren. Auch bei den Nebenwerten überwogen die Verlierer. Der M-Dax fiel um knapp 1,7 Prozent auf 8 523,10 Punkte.

Der schwache Start der Wall Street am Nachmittag sorgte für weitere Abschläge. Gute Quartalszahlen etwa von der Investmentbank Merrill Lynch konnten die Anleger nicht von ihrer Verunsicherung über die weitere Zinsentwicklung in der weltgrößten Volkswirtschaft ablenken. Jenseits des Atlantiks dämpfte ein unerwarteter Anstieg der Produzentenpreise die Hoffnung auf sinkende Zinsen in den USA.

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Schon in Tokio waren die Investoren den jüngsten Rekordvorgaben der wichtigen US-Indizes nicht mehr gefolgt. Gewinnmitnahmen drückten dort die Aktienkurse, auch Berichte über eine anstehende Prognosesenkung beim Elektronikriesen Sony führten zu Verkäufen.

„Die Anleger sind wegen der jetzt mit Hochdruck anlaufenden Berichtssaison in den USA und dem kleinen Verfall an den Terminmärkten am Freitag vorsichtig“, sagte ein Händler. In den USA wollten am Dienstag nach Börsenschluss unter anderem der Chiphersteller Intel und der Computergigant IBM ihre Zwischenberichte veröffentlichen. Am Freitag verfallen an den Terminbörsen die Optionen auf einzelne Aktien und auf Indizes.

In Deutschland drückten Gewinnmitnahmen die Aktien von RWE um 1,2 Prozent auf 77,14 Euro, obwohl sich Börsianer positiv über den Verkauf der britischen Tochter Thames Water äußerten. Die Analysten der HVB erhöhten das Kursziel auf 60 von 58 Euro. Die Landesbank Rheinland-Pfalz bestätigte ihre Empfehlung der Aktie als „Outperformer“. Ein Konsortium unter der Führung der australischen Bank Macquarie zahlt für die RWE-Tochter umgerechnet knapp zwölf Mrd. Euro, was am oberen Rand der Analysten-Schätzungen liegt.

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