Marktbericht Frankfurt
Der Dax hält sich tapfer

Der Dax verteidigt die Marke von 6 000 Punkten. Die Anleger haben sich am Donnerstag jedoch mit Käufen zurückgehalten. Der Leitindex pendelte richtungslos hin und her. Dank nachlassender Zinsängste verbuchte das deutsche Börsenbarometer letztlich aber doch ein minimales Plus. Weit oben in der Gunst der Anleger standen die Aktien des Index-Schwergewichts SAP.

HB FRANKFURT. Nachdem der Dax im Tagesverlauf bei 6047,98 Punkten einen neuen Rekord seit Juli 2001 erreichte, schloss er mit plus 0,04 Prozent auf 6031,39 Zähler nahezu unverändert. Der MDax gewann 0,18 Prozent auf 8726,28 Zähler. Der TecDax ging mit minus 0,01 Prozent bei 728,32 Punkten ebenzu fast unverändert aus dem Handel.

„Der Markt hat sich richtungslos, aber sehr stabil gezeigt, weshalb ich annehme, dass es in den nächsten Tagen weiter nach oben gehen wird“, sagte ein Händler in Frankfurt. Der Handel sehr eher ruhig verlaufen, die Aussagen zum europäischen Leitzins hätten nur kurzfristig Auftrieb gegeben, ergänzte er. „Der Markt wartet auf einen zündenden Funken. Die Frage ist allerdings, in welche Richtung es dann weitergeht“, sagte ein anderer Händler.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins in der Euro-Zone am Donnerstag wie erwartet unverändert bei 2,50 Prozent gelassen. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet wies darauf hin, dass die hohe Markterwartung einer Zinserhöhung für Mai nicht der Einschätzung des EZB-Rates entspreche.

Da die Nachrichtenlage sehr dünn war, rückten Analystenkommentare in den Fokus: Besonders profitierte SAP. Die Aktien der Walldorfer legten um 3,6 Prozent auf 184,27 Euro zu, nachdem sie zuvor zeitweise mit 185,96 Euro den höchsten Stand seit November 2000 markiert hatten. „Die Aktie hat bei 180 Euro einen langfristigen Widerstand durchbrochen und damit ein Kaufsignal ausgelöst“, sagte ein Händler. Ausgelöst habe die Rally eine Kaufempfehlung von ABN Amro. Die Analysten der niederländischen Großbank hatten zudem das Kursziel für SAP-Titel auf 280 von 160 Euro hochgesetzt.

Zu den größten Dax-Verlierern zählten die Papiere von Daimler-Chrysler mit einem Abschlag von zwei Prozent auf 47,95 Euro. „Credit Suisse hat Daimler auf „Underperform' heruntergestuft und das Kursziel um zwei auf 46 Euro gesenkt“, sagte ein Händler. Daneben senkten die Analysten der Schweizer Großbank ihr Rating der europäischen Automobilbranche auf „Market Weight“, weil sie nach den Kurszuwächsen der Autoaktien in den vergangenen Wochen nur noch geringes Aufwärtspotenzial sehen. Die Papiere von Volkswagen und BMW konnten sich dem Abwärtssog nicht entziehen und verloren 0,8 Prozent und 1,1 Prozent an Wert.

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