Marktbericht Frankfurt: MDax schließt erstmals über 10 000 Punkten

Marktbericht Frankfurt
MDax schließt erstmals über 10 000 Punkten

Eine Flut von Geschäftszahlen von Unternehmen aus der zweiten Börsenreihe hat dem deutschen Aktienmarkt am Dienstag frischen Schwung gegeben. Angetrieben von der starken Nachfrage nach Bauwerten stieg der Nebenwerte-Index MDax um 0,8 Prozent auf 10 026 Punkte und schloss damit erstmals über der psychologisch wichtigen 10 000-Punkte-Marke.

HB FRANKFURT. Der Dax legte 0,5 Prozent auf 6895 Punkte zu und folgte damit den Vorgaben aus den USA. Für Gesprächsstoff bei den Standardwerten sorgte der Kursanstieg der TUI-Aktien und das Bröckeln des gesetzlichen Schutzwalles für VW vor einer Übernahme. „Kurzfristig sehen wir immer noch Potenzial nach oben, charttechnisch sieht der Markt gut aus“, urteilte Strategin Anne-Kristin Yasuda von der Landesbank Berlin. Für nur leichte Verstimmung der Anleger sorgte der ZEW-Konjunkturindex, der weniger stark als erwartet zulegte. Unterstützung bekam der Markt vom unerwartet starken Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in Deutschland im vergangenen Jahr.

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Bei den Standardwerten ragten bei hohem Umsatz Tui mit einem Kursplus von 3,8 Prozent heraus. Die Analysten von BNP Paribas rieten ihren Kunden, die Tui-Aktien wieder überzugewichten. Bislang hatten sie eine Untergewichtung empfohlen. „Das ist die erste positive Empfehlung für die Aktien seit langem, das honoriert der Markt“, sagte ein Händler. Nach dem Aufstieg von Karstadt-Quelle in die obere Riege der Touristikkonzerne hatten Tui am Vortag 1,4 Prozent verloren, da Anleger einen größeren Konkurrenzdruck in der Branche fürchteten.

Die nach einer Empfehlung des Generalanwaltes am Europäischen Gerichtshof gestiegene Aussicht auf die Abschaffung des VW-Gesetzes verhalf Volkswagen zu einem Kursplus von gut einem Prozent. Damit könnte der gesetzliche Schutz vor einer feindlichen Übernahme des Wolfsburger Traditionskonzerns bald der Vergangenheit angehören. „Wenn das Gesetz fällt, wird VW zu einem Übernahmekandidaten für Porsche“, sagte Analyst Frank Schwope von der NordLB. Porsche-Aktien, die in keinem Index gelistet sind, zogen um vier Prozent an.

Auf der Verliererseite standen die Aktien von Linde, was Händler mit Gewinnmitnahmen begründeten. „Außerdem könnte es sich um Verkäufe im Vorfeld einer möglichen Platzierung handeln“, erklärte ein Händler mit Blick auf die Beteiligungen einer Reihe von Finanzinstituten an Linde.

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