Marktbericht Frankfurt
Nahost-Konflikt drückt Dax ins Minus

Der Dax beendete den ersten Handelstag der Woche nach einer Berg- und Talfahrt 0,1 Prozent tiefer bei 5416,96 Punkten.

HB FRANKFURT. „Wegen der unsicheren Lage in Nahost gehen viele Anleger derzeit keine größeren Engagements bei Aktien ein“, sagte ein Händler. Ein anderer Händler ergänzte: „Die Angst der Anleger verdichtet sich in gewissen Abständen und treibt den Dax in dynamischen Wellen nach unten.“ Vor allem bei den Nebenwerten machten die Anleger Kasse. Der MDax, der sich im Jahresvergleich besser als der Dax entwickelt hat, fiel um 1,2 Prozent auf 7403,97 Punkte. Der Technologieindex TecDax verlor sogar 1,7 Prozent auf 591,23 Stellen. Auch an den anderen Börsen in Europa gaben die Kurse nach.

Die israelische Armee griff den sechsten Tag in Folge Ziele im Libanon und im Gaza-Streifen an. Sie nahm unter anderem zwei libanesische Militärstützpunkte unter Beschuss. Das sorgte für Rekorde beim Ölpreis. Die führende Nordsee-Ölsorte Brent erreichte mit 78,18 Dollar je Barrel (159 Liter) ein Allzeithoch. Im Verlauf gaben die Preise am Ölmarkt aber wieder nach.

Zu den Verlierern im Dax zählten die Aktien der Deutschen Telekom, die zeitweise 2,7 Prozent auf ein Drei-Jahres-Tief von 11,86 Euro abrutschten. „Der Hauptgrund sind die schlechten Zahlen aus den USA“, sagte ein Händler. Einem Magazinbericht zufolge hatte die Mobilfunksparte des Konzerns im zweiten Quartal im wachstumsstarken US-Markt weniger neue Kunden gewonnen als erwartet. Die T-Aktie beendete den Handel 0,8 Prozent im Minus.

Die rote Laterne bei den Standardwerten übernahm die Hypo Real Estate. Die Papiere des Immobilienfinanzierers rutschten um drei Prozent auf 42,97 Euro ab. Die Gewinnmitnahmen der vergangenen Tage würden verstärkt durch die Kursziel-Senkung auf 51,50 Euro durch die Analysten der Investmentbank Merrill Lynch, sagten Händler.

Gefragt waren die Papiere von Metro, die sich um 0,6 Prozent verteuerten. Der Einzelhandelskonzern übernimmt das Polen-Geschäft des französischen Konkurrenten Casino. „Die Transaktion wird positiv aufgenommen, weil sich Metro dadurch neue Märkte erschließt“, sagte ein Händler.



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