Marktbericht Frankfurt
Nahost-Krise belastet den Dax

Angst vor einer Eskalation des Nahost-Konfliktes und Verunsicherung vor der der heißen Phase der Berichtssaison zum zweiten Quartal haben am Freitag die Kurse am deutschen Aktienmarkt weiter ins Minus gedrückt. Der Leitindex Dax beschleunigte bis zum Börsenschluss seine Talfahrt sogar noch. Die Verluste gingen quer durch alle Reihen.

HB FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex ging auf Tagestief mit minus 1,90 Prozent auf 5422,22 Punkte aus dem Handel. Im Wochenverlauf hatte der Dax damit 4,6 Prozent eingebüßt. Der MDax der mittelgroßen Werte sank um 2,26 Prozent auf 7496,89 Zähler. Für den TecDax ging es um 2,60 Prozent nach unten auf 601,65 Punkte.

„Der Markt wird zurzeit vor allem von den politischen Krisen in Nahost und dem Iran bewegt. Da treten die fundamentalen Wirtschaftsdaten in den Hintergrund“, kommentierte ein Händler die Entwicklung. Vor dem Wochenende hielten die institutionellen Anleger sich angesichts dieser Unsicherheiten zurück. Als weiterer belastender Faktor kam hinzu, dass sich nach aktuellen Daten das Konsumklima in den USA im Juli abgekühlt hat. Auch der Anstieg der Lagerbestände der US-Industrie im Mai und der in den USA gesunkene Einzelhandelsumsatz im Juni drückten weltweit auf die Stimmung an den Börsen.

„Im Hinblick auf die geopolitische Situation sind die Anleger sehr vorsichtig“, sagte Manfred Gröschel, Händler bei der Münchener Privatbank Merck Finck. Angesichts der Bilanzsaison seien die Anleger ohnehin schon sehr nervös. In der nächsten Woche stehen in den USA unter anderem die Zwischenberichte von Ford, Microsoft, Merrill Lynch , Pfizer und Yahoo an.

Lufthansa-Papiere gaben trotz Anteilskäufen der AXA 2,69 Prozent auf 13,75 Euro ab. Europas zweitgrößter Versicherer hat seinen Anteil an der Fluggesellschaft von 5,9 Prozent auf 10,56 Prozent erhöht. Diese tendenziell positive Nachricht werde von dem neuen Rekordhoch beim Ölpreis überschattet, sagten Händler. Dieser war in der Nacht zum Freitag auf 78,40 Dollar je Barrel der Sorte WTI gestiegen.

SAP-Papiere sanken unterdurchschnittlich um 0,79 Prozent auf 148,61 Euro. Der Softwareanbieter hatte am Donnerstag mit seinen vorläufigen Zahlen enttäuscht, was die Aktie um mehr als sechs Prozent abstürzen ließ. Zahlreiche Analysten bewerteten den Kurseinbruch als übertrieben, einige stuften die Aktie daraufhin hoch.

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