Marktbericht Frankfurt
Schleppender Handel

Die wichtigsten deutschen Aktienindizes haben sich am Montag angesichts fehlender klarer Impulse uneinheitlich gezeigt. Die Bankenwerte gehörten nach neuen Spekulationen über drohende Verluste aus der Immobilien-Krise einmal mehr zu den Verlierern.

FRANKFURT. Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Montag uneinheitlich gezeigt. Der Leitindex Dax gab bis zum Handelsschluss um 0,08 Prozent auf 7787,92 Zähler nach. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg um 0,12 Prozent auf 10 407,92 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax profitierte von der möglichen Freenet- Übernahme und legte deutlich um 2,13 Prozent auf 944,50 Punkte zu.

Marktstratege Fidel Helmer von der Privatbank Hauck & Aufhäuser malte ein positives Bild. „Nach den teils kräftigen Kursanstiegen in der vergangenen Woche hätte ich mich nicht gewundert, wenn es erstmal weiter runter gegangen wäre“, sagte der Experte. Das Thema „fester Euro“ sorge am Markt für weniger Unruhe als befürchtet. Viele Unternehmen seien abgesichert, einige große profitierten sogar durch Werke im außereuropäischen Ausland.

Zum Teil bewegten Analystenkommentare die Kurse. Für Aktien der Deutschen Börse ging es mit plus 3,67 Prozent auf 94,00 Euro an die Dax-Spitze. Die Citigroup hat sich mit Verweis auf höhere Gewinnschätzungen positiv zu dem Börsenbetreiber geäußert. Aktien von BMW gewannen 3,60 Prozent auf 45,14 Euro.

Dagegen gehörten die Bankenwerte nach neuen Spekulationen über drohende Verluste aus der US-Hypotheken-Krise erneut zu den Verlierern. Für etwas Druck auf die Banken sorgte auch eine Studie von Merrill Lynch. Commerzbank fielen mit minus 4,34 Prozent auf 28,44 Euro ans Dax-Ende. Laut einem Bericht der „Financial Times Deutschland“, der sich auf Sal. Oppenheim beruft, droht dem Institut ein höherer Wertverlust als bisher angekündigt. Anteilscheine der Deutschen Bank gaben 1,80 Prozent auf 90,20 Euro ab. Die Bank wollte einen Medienbericht über drohende Verluste aus der Subprime-Krise von bis zu 1,7 Milliarden Euro nicht kommentieren.

Für Metro ging es nach einem wechselhaften Handel zuletzt um 0,53 Prozent auf 65,41 Euro nach unten. Mehrheitlich negativ ausgefallene Analystenstimmen drückten den Kurs. Zudem ist die Aktie des Handelskonzerns nach Angaben der Deutschen Börse größter Verlierer der Neugewichtungen im Dax. Zwischenzeitlich hatten Spekulationen um ein mögliches Übernahmeinteresse von Carrefour für Kursgewinne gesorgt.

Im TecDax gewannen Freenet von Übernahmefantasien beflügelt 12,50 Prozent auf 18,00 Euro. „Die Wahrscheinlichkeit einer Aufspaltung von freenet ist sehr stark gestiegen“, sagte ein Händler. Drillisch und United Internet hatten am Freitagabend bekannt gegeben, den 6,01- Prozent-Anteil von Drillisch an freenet in eine gemeinsame Holding einzubringen. United Internet legten um 2,37 Prozent auf 14,23 Euro zu. Der nicht TecDax-notierte Drillisch-Titel gewann 5,31 Prozent auf 7,94 Euro.

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