Marktbericht Frankfurt
Telekom zieht Dax ins Minus

Ein Kurssturz des Dax-Schwergewichts Deutsche Telekom hat den deutschen Aktienmarkt ins Minus gedrückt. Der für einen Dax-Wert ungewöhnlich starke Rückschlag von sieben Prozent überlagerte am Mittwoch Kursgewinne von Finanztiteln und Autoaktien.

HB FRANKFURT. Der Dax beendete den Handel 0,5 Prozent niedriger bei 6 361 Punkten. Europaweit drückten Kursverluste bei Telekom - und Technologietitel die Märkte. Der Europa-Index Stoxx 50 verlor 1,2 Prozent auf 2 950 Zähler.

Zeitweise war die T-Aktie um 13 Prozent abgesackt und hatte damit den niedrigsten Stand seit März 2003 erreicht. Die Telekom rechnet für 2008 in ihrer Festnetzsparte mit einem Gewinnrückgang von acht Prozent. "Die Prognosen lagen leicht unter den Markterwartungen", sagte Analyst Chris-Oliver Schickentanz von der Dresdner Bank. "Der Kurssturz ist aber überzogen, da die Ziele für das Konzernergebnis trotz der schwächeren Aussichten für das Festnetzgeschäft bestehen bleiben."

Einem Händler zufolge ist der Absturz der T-Aktie ein Zeichen für die Nervosität am Markt. "Sobald es irgendwo eine schlechte Nachricht gibt, geht es raus aus dem Wert."

Auch andere europäische Telekomtitel gerieten unter Druck, der Branchenindex DJ Telecom verlor gut drei Prozent. Den Titeln der hoch verschuldeten Telecom Italia setzten Gerüchte um eine Kapitalerhöhung zu. Der Kurs brach um 5,4 Prozent ein. Dem Trend konnte sich auch die France-Telecom-Aktie nicht entziehen, die trotz einer Bestätigung eines Gewinnzieles 2,6 Prozent verlor.

Geschockt reagierten die Märkte auf eine Gewinnwarnung des Handykonzerns Sony Ericsson. Als Begründung für die neu Prognose nannte das Unternehmen die Aussicht auf einen Wirtschaftsabschwung. An der Börse in Stockholm verloren die Ericsson -Aktien 7,8 Prozent. Dies riss in Helsinki die Aktien von Weltmarktführer Nokia knapp sechs Prozent in die Tiefe.

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