Marktbericht Frankfurt
Überraschender Daimler-Gewinn gibt Dax Auftrieb

Dank eines überraschenden Quartalsgewinns beim Index-Schwergewicht Daimler-Chrysler hat der Dax am Mittwoch zugelegt. Er beendete den Xetra-Handel 0,3 Prozent im Plus bei 6 264 Punkten.

HB FRANKFURT. „Das sind Super-Zahlen“, kommentierte LBBW-Aktienstratege Frank Schallenberger die Daimler-Zwischenbilanz. „Zuletzt hatte Daimler ja mit der Gewinnwarnung für Chrysler einiges an Vertrauen verspielt, und jetzt zeigen sie durchaus, dass sie doch was draufhaben.“ Nach Vorlage des Geschäftsberichts setzten sich die Daimler-Aktien an die Spitze der Gewinnerliste und stiegen um 4,2 Prozent auf 43,23 Euro.

Am Nachmittag sorgte auch Lufthansa für eine positive Überraschung. Die Fluggesellschaft übertraf mit ihrem operativen Gewinn in den ersten neun Monaten 2006 die Markterwartungen. Außerdem hob das Unternehmen die Prognose für das Gesamtjahr deutlich an. Lufthansa-Aktien legten 1,4 Prozent auf 17,85 Euro zu.

Zu den Favoriten im Dax zählten auch die Papiere von Volkswagen, die zeitweise um 2,4 Prozent auf ein Siebeneinhalb-Jahres-Hoch von 76,57 Euro stiegen. „Nachdem die Aktie den Widerstand bei etwa 70 Euro überwunden hat, sieht sie charttechnisch sehr gut aus“, sagte ein Händler. „Sie hat jetzt eine ganze Menge Luft nach oben.“ Die Aktien des Wolfsburger Konzerns schlossen 2,6 Prozent im Plus bei 76,74 Euro.

Die Papiere von Thyssen-Krupp verteuerten sich sogar um 4,1 Prozent auf 29,99 Euro. Händler erklärten das Plus mit den kräftigen Kursgewinnen mehrerer US-Konkurrenten am Vortag. So hatten die Titel von Nucor knapp zwölf und die Aktien von US Steel mehr als fünf Prozent zugelegt.

Das Schlusslicht im Dax bildete dagegen Infineon. Die Zwischenbilanz des Chip-Herstellers litt wie vorhergesagt unter der Pleite des wichtigen Kunden BenQ Mobile. „Die jetzt genannten Zahlen fallen allerdings etwas höher als von uns erwartet aus“, betonte Analyst Thomas Hofmann von der Landesbank Rheinland-Pfalz. Infineon-Titel verloren 1,8 Prozent auf 9,54 Euro.

Die BenQ-Krise wirkte sich auch auf Balda aus. Der Hersteller von Handyschalen kündigte den Abbau von hunderten Arbeitsplätzen an und reduzierte seine Geschäftsprognose für 2006 erneut drastisch. Die im Kleinwerte-Index SDax gelisteten Balda-Papiere brachen daraufhin um bis zu 16 Prozent 5,07 Euro ein.

Im MDax stand unter anderem K+S im Mittelpunkt des Interesses. Vor dem Hintergrund eines Gewinnsprungs beim kanadischen Konkurrenten Potash stiegen die Papiere des Kasseler Düngemittel-Herstellers um 4,6 Prozent auf 73,46 Euro.

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