Marktbericht Frankfurt
Weihnachtspause kann Dax-Vormarsch nicht stoppen

Der Deutsche Aktienindex Dax hat sich kraftvoll aus der kurzen Weihnachtspause zurückgemeldet: Der Leitindex der kletterte am Dienstag vor dem Hintergrund weiter fallender Ölnotierungen zeitweise auf den höchsten Stand seit März 2002. Händler sprachen von anhaltend guter Stimmung bei ruhigem Handel zwischen den Feiertagen.

HB FRANKFURT. Der Dax beendete den Handel am Dienstag 0,48 Prozent im Plus bei 5444,84 Punkten, nachdem er zuvor bis auf 5454,51 Punkten geklettert war. Der MDax stieg 0,34 Prozent auf 7335,71 Punkte. Der TecDax verlor 0,12 Prozent auf 596,01 Punkte.

„Die Stimmung ist weiter positiv, auch wenn die großen institutionellen Anleger zum Jahresende hin kaum noch engagiert sind“, sagte ein Händler. Seiner Aussage nach sind zwischen den Jahren überwiegend Privatanleger am Aktienmarkt aktiv. Wegen des dünnen Handelsvolumens könnten daher schon wenige Aufträge für stärkere Bewegung sorgen, erklärte ein anderer Börsianer.

Die Grundstimmung am Markt sei positiv, auch wenn es wenig Bewegung gebe. „Wir sind noch im Schwung von der Zeit vor Weihnachten. Ich könnte mir vorstellen, dass wir die 5500-Punkte- Marke beim Dax noch sehen werden“, sagte Marktstratege Frank Schallenberger von der Landesbank Baden-Württemberg. Commerzbank- Marktstratege Markus Morsch hielt ebenfalls einen weiteren Anstieg des Dax bis zum Jahresende und auch darüber hinaus für realistisch. Besonders einige Schwergewichte im Index brächten Potenzial für Kurssteigerungen mit. Zudem seien Anfang nächsten Jahres kräftige Dividendenausschüttungen zu erwarten.

VW-Papiere setzten sich mit plus 1,58 Prozent auf 44,90 Euro an die Dax-Spitze, nachdem Vorstandschef Bernd Pischetsrieder schwarze Zahlen der Marke VW für das Gesamtjahr 2005 angekündigt hatte. In den ersten neun Monaten habe der Konzern bei jedem verkauften VW Geld draufgelegt. Diese Verluste seien in den letzten drei Monaten des Jahres überkompensiert worden.

Thyssen-Krupp-Aktien legten 0,29 Prozent auf 17,50 Euro zu. Der Industriekonzern wird einem Medienbericht zufolge sein Kaufangebot für den kanadischen Stahlkonzern Dofasco anheben. „Sofern es kein Angebot zu einem außergewöhnlich hohen Preis geben wird, sollte eine Aufstockung des Angebots der Aktie nicht nachhaltig schaden“, sagte Analyst Thomas Hofmann von der Landesbank Rheinland-Pfalz.

Auf den nach-weihnachtlichen Wunschzetteln der Investoren standen auch Pharmawerte. Die Aktien von Schering und Bayer gewannen in der Spitze jeweils mehr als ein Prozent. Die Titel des Dax-Schwergewichts Siemens setzten ihren im November gestarteten Höhenflug fort und stiegen um ein Prozent auf 72,66 Euro. Der Technologiekonzern hat Medienberichten zufolge einen Auftrag über 213 Mill. Dollar zur Lieferung von Anlagen für ein Gaskraftwerk in Vietnam erhalten.

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