Marktbericht Frankurt
Deutscher Aktienmarkt schließt mit Gewinnen

Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag in einem ruhigen Handel seine Gewinne aus der Vorwoche weiter ausgebaut. Zu den größten Gewinnern zählten die Finanzwerte: Die Aktien der Hypo Real Estate stiegen um 2,61 Prozent, die Papiere der Commerzbank gewannen 1,77 Prozent.

HB FRANKFURT/MAIN. Das Kursplus an den US-Börsen stützte die positive Stimmung am Frankfurter Aktienmarkt. Der Leitindex Dax ging mit einem Aufschlag von 0,85 Prozent auf 6 821,03 Punkte aus dem Handel. Der MDax mittelgroßer Werte gewann 0,56 Prozent auf 9 118,17 Zähler. Der TecDax rückte um 1,55 Prozent auf 833,71 Punkte vor.

Aktienhändler Stefan Söllner von der Postbank sagte, dass der Handel „sehr ruhig“ gewesen sei und dass die weiter stabile Überwindung der charttechnischen Marke von 6680 Punkten im Dax in nächster Zeit für weitere Gewinne sorgen könnte. Insgesamt warte der Markt nun auf den Start der US-Berichtssaison, die am Montag nach US- Börsenschluss vom Aluminiumkonzern Alcoa eröffnet werden sollte. „Man ist gespannt, inwiefern sich die Finanzkrise auf andere Unternehmen ausgewirkt hat“, sagte er.

Der Leitindex der Eurozone, der EuroSTOXX 50, gewann 0,88 Prozent auf 3828,46 Punkte. Auch in London und Paris verzeichneten die Börsen Gewinne. In den USA tendierten die Aktienmärkte zum europäischen Handelsschluss fester.

Die Finanzwerte zählten in dem positiven Marktumfeld zu den größten Gewinnern. Unterstützt von einer positiven Studie der US- Investmentbank Merrill Lynch zum europäischen Bankensektor stiegen die Aktien der Hypo Real Estate (HRE) um 2,61 Prozent auf 19,23 Euro. Die Papiere der Commerzbank gewannen 1,77 Prozent 22,46 Euro. Die Postbank-Titel rückten um 1,47 Prozent auf 60,93 Euro vor.

Im MDax stiegen die Aktien der Aareal Bank um 0,66 Prozent auf 22,95 Euro. Der Immobilienfinanzierer beabsichtigt, ein nicht mehr strategiekonformes Kreditportfolio des Geschäftsbereichs der privaten Baufinanzierung zu veräußern. Laut einem Händler soll das Volumen bei mehr als einer Milliarde Euro liegen, was sich entsprechend positiv auf den Kurs ausgewirkte.

Für Gesprächsstoff und kräftige Kursbewegungen sorgten zudem die Papiere von Medienunternehmen. Trotz der bestehenden Ungewissheit bei den Bundesliga-Rechten, Problemen mit Schwarzsehern und zuletzt enttäuschenden Zahlen kündigte der Chef des Bezahlsenders Premiere, Michael Börnicke, im „Handelsblatt“ ein Übernahmeinteresse am TV- Senders Sat.1 an. „Der Berliner Sender würde ideal zu uns passen“, sagte er. Die Titel von Premiere gaben nach frühen Gewinnen 0,36 Prozent auf 13,99 Euro nach. Die Anteilsscheine von ProSieben profitierten hingegen mit einem Aufschlag von 5,24 Prozent auf 14,86 Euro von diesen Aussagen.

Im TecDax verteuerten sich die Papiere von Solon nach der Bestätigung des Ausblicks für 2008 und 2009 um 6,92 Prozent auf 52,10 Euro. Im SDax sprangen die Titel der Fluggesellschaft Air Berlin wegen des sich abzeichnenden Einstiegs des US-Milliardärs Leonard Blawatnik um 7,00 Prozent auf 8,25 Euro in die Höhe. Analysten verwiesen auf Erleichterungsreaktionen von Anlegern, weil nun die Unsicherheit über den Vatas-Anteil entweiche, den Blawatnik übernehmen will. Außerdem würden mit dem Einstieg eines langfristigen Großinvestors auch wieder Übernahmespekulationen angeheizt, hieß es.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 4,01 (Freitag: 4,00) Prozent. Der Rentenindex fiel um 0,01 Prozent auf 118,56 Punkte. Der Bund Future sank um 0,50 Prozent auf 114,92 Punkte. Der Kurs des Euro fiel zwar im Tagesverlauf, er erholte sich aber am Abend und stand wieder über 2,57 $. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,5693 (1,5722) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,6372 (0,6361) Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%