Marktbericht
Freundliche Stimmung an den asiatischen Börsen

Die Aktienmärkte in Fernost haben am Donnerstag ein knappes Plus über den Handelstag gerettet. Nach zuvor deutlichen Kursgewinnen drehten die Notierungen zwischenzeitlich sogar ins Minus, um kurz vor Handelsschluss doch noch positives Terrain zu erreichen.

HB TOKIO. Positive Vorgaben der New Yorker Wall Street und eine rege Nachfrage nach Aktien exportorientierter Unternehmen gaben dem Markt in Tokio Auftrieb. Begrenzt wurden die Gewinne jedoch durch die anhaltende Unsicherheit über die Reaktion der US-Notenbank auf die Inflationsentwicklung in den USA.

Der der 225 Werte umfassende Nikkei legte ein viertel Prozent auf knapp 15.504 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix gewann 0,3 Prozent auf knapp 1585 Punkte. Die Börse in Singapur legte etwas deutlicher zu. Dagegen gaben die Märkte in Hongkong und vor allem in Südkorea nach.

Die US-Börsen hatten am Mittwoch von einem gesunkenen Ölpreis profitiert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,7 Prozent fester bei 11.168 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte ebenfalls 0,7 Prozent auf 2178 Punkte zu. Diese Zuwächse ließen die Sorgen von Anlegern über eine Abschwächung der US-Wirtschaft in den Hintergrund treten. Analysten zeigten sich dennoch skeptisch. Die Gewinne seien vorübergehend, sagte Susumu Abe von Mito Securities. „Hauptthema sind die USA, wo es die Wahrscheinlichkeit gibt, dass die Zinsen steigen und sich gleichzeitig die Wirtschaft verlangsamt.“ Weiteren Aufschluss über die Entwicklung der US-Wirtschaft erwarteten sich die Händler insbesondere von dem am Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht.

Zu den Gewinnern an der Tokioter Börse gehörten die Anteilsscheine von Exportunternehmen. Canon-Aktien gewannen 1,4 Prozent auf 7870 Yen. Die Titel von Honda verteuerten sich ebenfalls um 1,4 Prozent auf 7420 Yen. Ganz oben auf den Verkaufszetteln standen dagegen die Aktien von Softbank, die sich um 7,7 Prozent auf 2510 Yen verbilligten und den Gesamtmarkt belasteten.

An ihrem ersten Handelstag an der Börse von Hongkong legten die Aktien der Bank of China kräftig zu. Die Titel gewannen im Vergleich zum Ausgabepreis von 2,95 Hongkong-Dollar rund 14 Prozent auf 3,375 Hongkong-Dollar. Sie waren vergangene Woche am oberen Ende einer Preisspanne von 2,50 bis 3,00 Hongkong-Dollar zugeteilt worden. Insgesamt erreichte der Börsengang ein Volumen von 9,7 Milliarden US-Dollar und war damit weltweit der größte seit sechs Jahren.

Am Devisenmarkt baute der Dollar nach der Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der US-Notenbank seine zum Euro erzielten Kursgewinne aus. Der Euro notierte mit 1,2774 Dollar nach 1,2810 Dollar im späten New Yorker Handel. Die japanische Währung wurde zum Dollar mit 112,63 Yen kaum verändert gehandelt. Zur Schweizer Währung notierten der Dollar mit 1,2218 Franken und der Euro mit 1,5606 Franken. Nach Veröffentlichung der Mitschrift der Sitzung der Währungshüter der US-Notenbank (Fed) vom 10. Mai hatte der Kurs des Dollar angezogen. Zwar ließ die Fed ihren weiteren zinspolitischen Kurs offen. Doch deutete sie an, dass sie sich weiterhin Sorgen über die Inflationsentwicklung mache. Dies reichte nach Angaben von Händlern aus, die Erwartung weiterer Zinserhöhungen in den USA zu bestärken.

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