Marktbericht
Gewinnmitnahmen an der Börse Tokio

Dominiert von Gewinnmitnahmen hat der Tokioter Aktienmarkt am Mittwoch nach einem positiven Start kaum verändert geschlossen. Marktteilnehmer begründeten diese die Gewinnmitnahmen unter anderem mit dem starken technischen Widerstand für den Nikkei bei 12 700 Punkten.

HB TOKIO. Der Nikkei gewann 0,1% bzw 8 Punkte auf 12.608, während der Topix 0,1% bzw knapp einen Punkt einbüßte auf 1.286. Umgesetzt wurden nach ersten Angaben 1,899 (2,16) Mrd Aktien.

12.700 bis 12.800 Punkte würden von vielen Börsianern als kurzfristige Zielzone gesehen, so dass die Neigung zu Gewinnmitnahmen mit dem Näherrücken an diesen Bereich steige, hieß es. Für Zurückhaltung hätten trotz der guten US- Vorgaben zudem der am Donnerstagabend erwartete Quartalszwischenbericht von Intel gesorgt sowie im Wochenverlauf noch anstehende wichtige japanische Konjunkturdaten und die am Wochenende stattfindenden Parlamentswahlen in Japan.

Zu einer Tendenzwende war es im Verlauf bei den Stahlwerten gekommen. Neben Gewinnmitnahmen hätten hier einige am Donnerstag anstehende Geschäftsergebnisse aus diesem Sektor für Zurückhaltung gesorgt, hieß es. Nippon Steel verloren 1,2%. Weiter abgegeben wurden Bankenaktien.

Insbesondere kurzfristig orientierte Investoren hätten hier Verkäufe vorgenommen, nachdem diese Branche zuletzt gut gelaufen sei. Im Vorfeld der Wahlen am Wochenende dürfte der Sektor zunächst weiter gedeckelt sein, hieß es.

Mizuho Financial Group verloren 1%, Sumitomo Mitsui Financial Group 0, 8% und Mitsubishi Tokyo Financial Group 0,9%.

Aktien von Halbleiterunternehmen profitierten einerseits von den sehr festen Vorgaben der US-Wettbewerber und einem Anstieg des Philadelphia-Halbleiter-Index von 1,6%, litten andererseits aber unter der Unsicherheit vor dem Intel-Bericht. Advantest gewannen 0,1% und Tokyo Seimitsu büßten 0,4% ein.

Schifffahrtsaktien litten unter Gewinnmitnahmen und Bedenken, dass die Folgen des Hurrikans Katrina zu einem langsameren Warenfluss durch die US-Häfen führen könnte. Nippon Yusen gaben um 1,3% nach, Mitsui O.S.K. Lines um 1,1% und Kawasaki Kisen Kaisha um 1,7% .

Gemieden worden seien die Papiere von Ausrüstern der Ölförderer, nachdem der Ölpreis auf unter 66 $ je Barrel gesunken ist von über 70 $ in der Vorwoche. AOC Holdings verloren 1%, Inpex 0,5% und Japan Petroleum Exploration 1,4%.

Sony schlossen unverändert, nachdem sie ihr Plus zunächst kontinuierlich ausgebaut hatten mit Hoffnungen auf den im weiteren Monatsverlauf erwarteten neuen Geschäftsplan des Unternehmens. Sollte es dabei lediglich um eine Ausweitung der bereits bestehenden Aktivitäten gehen, würde dies am Markt als Enttäuschung aufgefasst werden, sagten Experten.

NTT DoCoMo markierten ein neues Jahreshoch und schlossen 3,8% fester, nachdem die Analysten von CSFB am Dienstag ihre Gewinnprognosen für NTT erhöht hatten. Zuvor hatte bereits Nomura seine Empfehlung für das Papier angehoben.

Honda Motor zeigten sich von einem Bericht über eine Ausweitung der Mororradproduktion in Indien um 40% in den kommenden Jahren kaum beeindruckt. Honda handelten bereits am oberen Rand einer aktuellen Kursspanne und der Kurs werde mehr über die Entwicklung am Devisenmarkt als solche Meldungen gerieben, erklärten Marktteilnehmer. Honda verteuerten sich um 0,5%. Nach Berichten über eine Batterie-Neuentwicklung getrieben schossen FDK 26% nach oben. Das ist der höchste Stand seit Januar.

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