Marktbericht
Investoren in Asien warten auf Ergebnisse der Technologiefirmen

Asiens Aktienmärkte haben am Donnerstag in Erwartung weiterer Unternehmenszahlen aus den USA überwiegend Verluste verzeichnet. In Tokio litten auch Technologie-Aktien unter negativen US-Vorgaben. Der Euro gab zum Dollar weiter nach.

HB SINGAPUR. Der 225 Werte umfassende Nikkei schloss nach anfänglichen größeren Verlusten 0,11 Prozent im Minus bei 13.449 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index lag nahezu unverändert bei 1407 Punkten.

Die Investoren hielten sich derzeit zurück und warteten auf die Geschäftsergebnisse von Technologiefirmen, sagte Analyst Kirby Daley von Societe Generale Securities. In der kommenden Woche werden etwa die Quartalszahlen des weltgrößten Chip-Herstellers Intel erwartet. Bis dahin werde der Nikkei die Marke von 13.500 Punkten wohl nicht überschreiten, sagte Daley.

Belastend wirke sich bereits jetzt eine Herabstufung von Intel durch die Analysten von Prudential aus, die zudem das Kursziel gesenkt hatten. „Der japanische Technologiesektor reagiert darauf, genauso wie die Branche weltweit“, sagte der Analyst. Der Elektronikkonzern Kyocera gab um mehr als zwei Prozent nach, der Prozessor-Hersteller Shinko Electric Industries um etwa 0,7 Prozent.

Die Leitindizes in Südkorea, Singapur und Taiwan gaben teils deutlich nach, die Börse in Hongkong tendierte nahezu unverändert. Die US-Börsen hatten am Vorabend nach als enttäuschend bewerteten Umsatzzahlen des Computerkonzerns Apple ebenfalls mit Verlusten geschlossen. Der Dow Jones Index der Standardwerte verließ den Handel 0,35 Prozent ermäßigt mit 10.217 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,61 Prozent auf 1178 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel sogar um 1,15 Prozent auf 2037 Stellen, und damit beinahe auf das niedrigste Niveau seit fünf Monaten.

Am Devisenmarkt profitierte der Dollar weiter von der in Aussicht gestellten Fortsetzung der US-Leitzinserhöhungen. „Zinsen sind der einzige Hauptfaktor zur Zeit“, sagte der Chefhändler eines europäischen Brokers in Tokio. „Die USA heben stetig ihre Sätze an und für den Markt ist das natürlich ein Argument, Dollar zu kaufen.“ Ein Euro kostete in Tokio mit 1,1980 Dollar etwas weniger als im späten Handel in New York, wo er mit 1,2021 Dollar notiert wurde. Zur japanischen Währung tendierte der Dollar bei 114,79 Yen nach 114,34 Yen und bewegte sich damit weiter in der Nähe eines Zwei-Jahres-Hochs. Der Preis je Feinunze Gold stieg leicht auf 473,50 Dollar. Der Höhenflug des Dollar verhindere größere Gewinne, sagten Händler.

Der Ölpreis lag relativ stabil bei 64,07 Dollar. Der Markt werde von der Aussicht auf ausreichende Vorräte der USA für den bevorstehenden Winter gestützt, sagten Analysten. Er erhole sich gleichwohl nur langsam von den Produktionsausfällen nach den Hurrikans im Golf von Mexiko.

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