Marktbericht Japan
Börse Tokio schließt deutlich im Plus

Gute Vorgaben aus den USA haben auch an Japans Märkten für beste Stimmung gesorgt. Die Tokioter Börse schloss am Freitag fest und klar im Plus. Dazu beflügelt der fallende Kurs des Yen die Exportwirtschaft.

HB TOKIO. Die Börse in Tokio hat am Freitag mit einer sehr festen Tendenz auf dem höchsten Stand seit dem 11. Januar geschlossen. Vor allem der zum Yen steigende Dollar, sowie die überraschend positiv ausgefallenen Verbraucherdaten aus den USA hätten die Kurse der Exporttitel gestützt, sagte ein Händler. Der Nikkei stieg um 2,1% bzw 282 auf 14 049 Punkte. Mit dem erfolgreichen Überwinden der 14 000-Marke sehen Händler nun weiteres Aufwärtspotenzial. Nachdem die Anleger in den vergangenen Monaten aggressiv Aktien verkauft hätten, könnte es in diesem Monat noch bis auf 15 000 Punkte hinaufgehen, sagte etwa Motomi Hiratsuka, Händler bei BNP Paribas. In den Vereinigten Staaten hatten am Donnerstag vor allem die stabilen Industrie-Daten, widergespiegelt im ISM-Einkaufsmanagerindex, sowie zu den Konsumausgaben für eine Rally an den US-Börsen gesorgt. Der wieder rückläufige Ölpreis stützte diese Entwicklung zusätzlich.

Unter den Einzeltiteln stiegen Canon um 3% auf 5 400 JPY, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, mehr als 600 Mio USD für ein neues Werk für Drucker-Toner in den USA zu investieren. Die Produktion soll jedoch nicht vor Dezember 2009 starten und werde noch weitere Zeit brauchen, bis es den Gewinn stütze, hieß es.

Sony gewannen 2,9% auf 4 920 JPY, nachdem „Nikkei“ berichtet hatte, dass es beim operativen Gewinn in diesem Geschäftsjahr wegen der hohen Nachfrage nach Digitalkameras und anderen Elektronikartikeln wohl einen starken Anstieg geben werde. Dagegen fielen Matsushita Electric im Zuge von Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Rally von 22% in vier Tagen um 0,4% auf 2 490 JPY. Händler sind angesichts der zuletzt sehr guten Meldungen für die Aktie aber weiter optimistisch.

Toyota Motor stiegen trotz der gesunkenen Nordamerika-Absatzzahlen für April um 2,8% auf 5.430 JPY. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge fiel um 4,5% auf 217 000, der japanische Autohersteller lag damit aber besser als seine US-Wettbewerber. Gesucht waren auch die Vortagesverlierer wie etwa Immobilientitel. Mitsubishi Estate kletterten um 4,5% auf 2 995 und Mitsui Fudosan um 5% auf 2 715 JPY.

Softbank zogen um 2,2% auf 2 130 JPY an. Händler verwiesen auf die Meldung, dass Microsoft nunmehr zu einer feindlichen Übernahme von Yahoo neige. Yahoo-Aktionäre signalisierten eine Preisvorstellung zwischen 35 und 37 JPY, bei einem Schlusskurs am Donnerstag bei 30 USD. Softbank ist Großaktionär bei Yahoo und dürfte von einem feindlichen Gebot profitieren, sagte ein Händler.

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