Marktbericht
"Katrina"-Folgen belasten Asiens Börsen

Die Aktienbörse in Tokio ist am Mittwoch der Wall Street ins Minus gefolgt. Sorgen um die konjunkturellen Folgen des Hurrikans "Katrina" standen bei den Handelsentscheidungen der Anleger wieder stärker im Vordergrund.

HB SINGAPUR. Gleichzeitig gingen Analysten aber nur von einer vorübergehenden Schwäche der asiatischen Märkte aus, da die Wachstumsaussichten der Volkswirtschaften in der Region günstig seien. Im Devisenhandel hielt der Dollar seine Kursgewinne vom Vortag weitgehend. Gestützt wurde die US-Währung von Daten zur Handelsbilanz der USA. Das Außenhandelsdefizit verringerte sich im Juli unerwartet um 2,6 Prozent auf rund 57,9 Milliarden Dollar. Außerdem verstärkte sich die Erwartung wieder, dass die US-Notenbank Fed trotz der Folgen "Katrinas" die Zinsen am 20. September weiter anheben wird.

Der der 225 Werte umfassende Nikkei Index gab ein halbes Prozent auf 12.834 Punkte ab. Der breiter gefasste Topix-Index verlor ein viertel Prozent auf 1312 Punkte. In Hongkong lag der Hang-Seng-Index 0,1 Prozent im Minus.

Die Börsen in Südkorea und Singapur legten hingegen zu. Der Dow Jones hatte den New Yorker Handel am Dienstag 0,8 Prozent ermäßigt mit 10.597 Punkten verlassen. Der S&P 500 gab ebenfalls 0,8 Prozent auf 1231 Zähler nach. Die Nasdaq fiel um ein halbes Prozent auf 2172 Stellen.

"Das Ausmaß der von Katrina verursachten Schäden für die US-Wirtschaft ist noch unklar", nannte Stratege Toshihiko Matsuno von SMBC Friend Securities einen möglichen Grund für die Kursverluste des Nikkei. "Aber die Anleger sind zuversichtlich mit Blick auf die Konjunktur hier zu Lande. Der Nikkei gönnt sich heute eine Atempause, aber er sollte in Kürze das Niveau von 13.000 Punkten erreichen können. Für die kommenden Monate rechnen Volkswirte mit einer deutlichen Belastung der US-Konjunktur durch den Hurrikan. Aber öffentliche Investitionen und der Wiederaufbau würden der größten Volkswirtschaft der Welt dafür im kommenden Jahr kräftigen Schwung verleihen.

Zu den Verlierern gehörten etwa die Aktien von TDK, die 1,8 Prozent auf 84,20 Yen nachgaben. Die Titel von Sony verbilligten sich um 1,7 Prozent auf 3980 Yen.

Der Euro wurde bei 1,2284 Dollar nach 1,2263 Dollar am Vorabend in New York gehandelt. Die US-Währung lag bei 110,65 nach 110,70 Yen.

Leichtes US-Öl zur Lieferung im Oktober verteuerte sich um 19 Cent auf 63,30 Dollar pro Barrel (knapp 159 Liter). Am Ölmarkt warteten Anleger am Mittwoch gespannt auf neue Daten zu den US-Lagerbeständen.

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