Marktbericht London und Paris
Positive US-Konjunkturdaten beruhigen Börsen

Die wichtigsten Börsen Europas haben am Montag den ersten Handelstag der Woche uneinheitlich beendet. Händlern zufolge hat die positive Eröffnung der Wall Street die im Laufe des Handelstages erlittenen Kursverluste teilweise ausgeglichen.

dpa-afx LONDON/PARIS. Die wichtigsten Börsen Europas haben am Montag den ersten Handelstag der Woche uneinheitlich beendet. Händlern zufolge hat die positive Eröffnung der Wall Street die im Laufe des Handelstages erlittenen Kursverluste teilweise ausgeglichen. In den USA hatten positive Konjunkturdaten für eine freundliche Handelseröffnung gesorgt. Die Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago hellte sich im März stärker als erwartet auf.

Beim europäischen Leitindex Eurostoxx 50 stand noch ein Tagesverlust von 0,36 Prozent auf 3 628,06 Punkte zu Buche. Das Tagestief hatte bei 3 576,76 Zähler gelegen. Der Stoxx 50 , der auch Schweizer und britische Werte umfasst, schloss 0,40 Prozent tiefer bei 3 017,73 Punkten. In Paris gewann der CAC-40-Index 0,24 Prozent auf 4 707.07 Zähler. Der Euronext 100 legte um 0,30 Prozent auf 833,82 Punkte zu. Für den Londoner Ftse 100 ging es um 0,16 Prozent auf 5 702,10 Zähler nach oben.

Bankentitel konnten sich im späten Handel von ihren deutlichen Verlusten erholen und verbuchten schließlich nur noch ein moderates Minus. Zuvor hatten Spekulationen für Unruhe gesorgt, dass die Abschreibungen der UBS für das erste Quartal höher als bisher erwartet ausfallen könnten. Die Aktien der Großbank gaben 0,41 Prozent auf 28,86 Schweizer Franken ab, nachdem sie zwischenzeitlich bis auf 27,80 Franken gefallen waren. "Die UBS ist ein gutes Beispiel für die gegenwärtigen Übertreibungen am Markt", kommentierte ein Händler die Kursentwicklung.

Auch die Aktien der italienischen Banco Popolare machten einen Teil ihrer Verluste wieder wett und büßten 1,46 Prozent auf 11,50 Euro ein. Händler verwiesen auf die Bilanzvorlage am Wochenende. Im abgelaufenen Jahr verdiente das Finanzinstitut wegen Fusionskosten und Belastungen durch die Beteiligung an der Banca Italease weniger als im Vorjahr. Zudem liegt die angekündigte Dividende in Höhe von 60 Cent je Aktie rund 20 Cent unter den Schätzungen der meisten Analysten.

Die Titel von Pernod Ricard hingegen verharrten im CAC-40-Index mit einem Minus von 4,30 Prozent auf 65,16 Euro tief in der Verlustzone. Der französische Wein- und Spirituosenkonzern übernimmt Schwedens größten Alkoholproduzenten Vin & Sprit für 5,626 Mrd. Euro. Die Franzosen erwarten dadurch Synergien vor Steuern von 125 bis 150 Mill. Euro. Im ersten Jahr soll der Zukauf unterm Strich ergebnisneutral sein, ab dann den Gewinn kräftig anwachsen lassen.

In Großbritannien gewannen dagegen die Aktien von Friends Provident 2,91 Prozent auf 124,38 Pence. Der Lebensversicherer hatte das neue 3,5 Mrd. Pfund (4,5 Mrd Euro) schwere Übernahmeangebot des Finanzinvestors JC Flowers zurückgewiesen. Die Offerte stelle eine massive Unterbewertung dar und tauge nicht einmal als Diskussionsbasis, begründete der Versicherer seine Entscheidung und bestätigte damit einen Bericht des "Sunday Telegraph".

Der Pharmakonzern Astrazeneca hat seine klinische Studie zur Erforschung des Bluthochdruck-Medikaments Crestor nach positiven Ergebnissen vorzeitig beendet. Dem unabhängigen Gremium, das den Versuch überwachte, liege nun der "eindeutige Beweis" für die Wirksamkeit des Medikaments vor, teilte das Unternehmen mit. Die Titel gewannen 1,95 Prozent auf 1 884,00 Pence.

Zudem sorgte ein Analysten-Kommentar für kräftige Bewegungen: Die UBS senkte die Papiere des Fernsehsenders ITV von "Neutral" auf "Sell" und das Ziel von 70 auf 60 Pence. Als Grund führten die Analysten Sorgen über eine Abschwächung des Werbemarktes an. Die Aktien gaben daraufhin als schwächster Wert im "Footsie" um 6,77 Prozent auf 63,30 Pence nach.

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