Marktbericht New York
Angst vor Inflation drückt US-Börsen weiter

Die US-Aktienmärkte haben am Donnerstag am dritten Tag in Folge Verluste verbucht. Erneut drückten Befürchtungen vor einer höheren Inflation und steigenden Zinsen die Stimmung. Experten bezeichneten dies jedoch auch als Argument für die Investoren, die hohen Kurse nach den jüngsten Gewinnen zum Ausstieg zu nutzen. Wer sich gegen den Trend behaupten konnte.

rtr NEW YORK. Der Leitindex Dow Jones schloss 1,48 Prozent schwächer bei 13 266 Zählern. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 13 259 und 13 480 Punkten bewegt. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 1,76 Prozent auf 1490 Punkte, der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 1,77 Prozent auf 2541 Stellen.

„Die Inflationserwartungen nehmen zu und das drückt die Aktienmärkte nach unten“, sagte Analyst John Forelli von Independence Investment LLC in Boston. Bei einer anhaltend hohen Inflation dürfte die US-Notenbank wieder an der Zinsschraube drehen. Steigende Zinsen belasten wiederum die Gewinne der Unternehmen und drücken zudem die Kauflust der Konsumenten.

Die Aktien von Handelsunternehmen zählten somit auch zu den Verlierern. Die Papiere des weltgrößten Einzelhändlers Wal-Mart gaben knapp zwei Prozent auf 49,76 Dollar nach. Das Unternehmen erwartet angesichts der hohen Spritpreise im Juni ein schwaches Geschäft.

Auch die Aktien der Warenhauskette J.C.Penney verloren 4,2 Prozent auf 77,79 Dollar. Die Erlöse des Unternehmens waren zurückgegangen, während Analysten mit einem Anstieg gerechnet hatten.

Zu den Gewinnern zählten dagegen die Anleger des Computerkonzerns Apple, deren Papiere neue Rekordstände erreichten. Der einflussreiche TV-Experte James Cramer hatte zuvor in seiner CNBC-Sendung den Titel neben weiteren Tech-Werten empfohlen. Apple-Aktien legten zwischenzeitlich rund zwei Prozent zu und schlossen 0,35 Prozent im Plus bei 124,07 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,91 Mrd. Aktien den Besitzer. 278 Werte legten zu, 3093 gaben nach und 91 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,36 Mrd. Aktien 662 im Plus, 2359 im Minus und 114 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 37/32 auf 95-05/32. Sie rentierten mit 5,126 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 65/32 auf 92-28/32 und hatten eine Rendite von 5,225 Prozent.

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