Marktbericht New York
Apples iPhone verhilft Wall Street zu Gewinnen

Die Begeisterung der Investoren über Apples iPhone hat den US-Börsen am Dienstag zu Kursgewinnen verholfen. Für gute Stimmung sorgten an diesem verkürzten Handelstag außerdem neue Fusionsnachrichten und besser als erwartete Daten zur Auftragsentwicklung der Industrie.

HB NEW YORK. Angesichts des bevorstehenden Unabhängigkeitsfeiertags schloss die Wall Street am Dienstag bereits um 19 Uhr deutscher Zeit. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel um 0,31 Prozent im Plus bei 13 577 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte er zwischen 13 532 und 13 592 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,36 Prozent auf 1525 Stellen. Der Technologie-Index Nasdaq legte 0,48 Prozent auf 2645 Punkte zu.

Apple-Aktien stiegen knapp 4,9 Prozent, nachdem bekannt wurde, dass das teuerste iPhone dem Konzern eine höhere Rendite als bislang erwartet bescheren dürfte. Das Marktforschungsinstitut iSuppli hatte ausgerechnet, die Material- und Produktionskosten für das 600 Dollar teure iPhone-Modell mit einer Speicherkapazität von acht Gigabyte lägen bei 265,83 Dollar. Das Institut hat das Gerät nach eigenen Angaben auseinandergenommen und die einzelnen Bauteile untersucht. Die Apple-Nachricht habe auch die anderen Technologie-Werte positiven beeinflusst, sagte Warren Simpson von Stephens Capital Management.

Für Aufsehen sorgte außerdem der Milliardär Nelson Peltz, als er seinen Investment-Arm Triarc als "natürlichen strategischen Käufer" der Schnellrestaurant-Kette Wendy's bezeichnete. Das Papier Fast-Food-Konzerns schnellte knapp 2,7 Prozent in die Höhe.

Der Auftragsrückgang in der US-Industrie fiel im Mai mit 0,5 Prozent nicht so deutlich wie befürchtet. Am Vortag war zudem der Konjunkturindex der Einkaufsmanager (ISM) unerwartet gestiegen. "Die Industrieaufträge und die ISM-Zahlen für Juni zeigen alle ein etwas höheres Wachstum als erwartet. Das wird ausreichen, um im zweiten Quartal für höhere Gewinnzahlen als erwartet zu sorgen", sagte Marc Pado von Cantor Fitzgerald.

Einen Kurssprung von 13,92 Prozent verzeichnete das Pharma-Unternehmen Avanir. Damit belohnten die Anleger die Ankündigung, das Schizophrenie-Mittel FazaClo zu verkaufen und damit seine Liquidität zu erhöhen.

Zu den Börsen-Verlierern gehörte hingegen die Papiere des Baumaschinen-Herstellers Caterpillar mit einem Kursminus um fast 3,1 Prozent, nachdem die Bank UBS die Kreditwürdigkeit gesenkt hatte. Auch ein Fusionsvorhaben aus der Lebensmittelbranche stieß auf wenig Gegenliebe bei den Anlegern: Kraft kündigte an, für 5,3 Mrd. Euro die Keks- und Frühstücksflockensparte des französischen Konzerns Danone mit Marken wie LU, Prince und Tuc zu übernehmen. Kraft-Aktien gaben 2,45 Prozent nach.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,77 Mrd. Aktien den Besitzer. 2014 Werte legten zu, 1188 gaben nach und 151 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,07 Mrd. Aktien 1613 im Plus, 1309 im Minus und 148 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 15/32 auf 95-24/32. Sie rentierten mit 5,052 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 28/32 auf 93-31/32 und hatten eine Rendite von 5,149 Prozent.

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