Marktbericht New York
Arbeitsmarktdaten geben Wall Street Aufwind

Daten vom US-Arbeitsmarkt haben die New Yorker Börse zum Wochenende beflügelt. Die Anleger honorierten, dass im August so wenig Stellen wegfielen wie seit einem Jahr nicht mehr. Zu den Gewinnern des Tages gehörten die Aktien von Intel. Auch Industrietitel konnten zulegen.

HB NEW YORK. Gestützt auf Arbeitsmarktdaten hat die New Yorker Börse am Freitag höher tendiert. Die Anleger honorierten, dass im August so wenig Stellen wegfielen wie seit einem Jahr nicht mehr. Der gleichzeitige Anstieg der Arbeitslosenquote auf den höchsten Stand seit 26 Jahren konnte sie nicht erschüttern. Insgesamt hielt sich der Handel vor einem verlängerten Feiertags-Wochenende in Grenzen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verabschiedete sich ein Prozent höher auf 9 441 Punkten ins Wochenende. Im Verlauf pendelte er zwischen 9 321 und 9 445 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 1,3 Prozent auf 1



016 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 1,8 Prozent auf 2 018 Punkte zu. Für den gesamten Wochenverlauf ergibt sich ein Minus von 1,1 Prozent beim Dow, von 1,2 Prozent beim S&P und 0,5 Prozent beim Nasdaq-Index.

Der Jobabbau verlangsamte sich im August. Insgesamt fielen nach Angaben des US-Arbeitsministeriums 216 000 Stellen weg und damit so wenig wie seit einem Jahr nicht mehr. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten einen Verlust von 225 000 Stellen erwartet. Mit 9,7 Prozent stieg die Arbeitslosenquote jedoch auf ihren höchsten Stand seit 26 Jahren.

Die Quote sei zwar schlecht ausgefallen, Trumpf seien aber die Daten ohne Berücksichtigung der Jobs in der Landwirtschaft gewesen, die besser als erwartet ausfielen, sagte der Händler Robert Francello von Apex Capital. An der Wall Street gilt eine Erholung auf dem Arbeitsmarkt als Grundvoraussetzung für einen wirtschaftlichen Aufschwung.

Im Mittelpunkt standen die Aktien von Intel, die 1,1 Prozent zulegten. Der Chiphersteller rechnet im kommenden Jahr mit einem Anstieg der PC-Verkäufe. Viele Unternehmen müssten ihre veraltete Ausstattung erneuern, sagte der Chef des Weltmarktführers, Paul Otellini, der „Financial Times“. Auch die Markteinführung des neuen Betriebssystems Windows sieben von Microsoft werde sich auszahlen.

Im Intel-Schlepptau legten zahlreiche Chip-Titel zu. Ihnen half auch der optimistische Ausblick des Chipmaschinen-Herstellers Novellus für das laufende Quartal. Novellus-Aktien kletterten 2,9 Prozent. Die Papiere des Speicherchip-Entwicklers Rambus schossen nach Gerüchten über eine Übernahme durch Samsung sogar 11,4 Prozent in die Höhe.

Die Anleger stiegen jedoch breit ein. Zu den größten Gewinnern zählten auch Industrietitel. So legten die Papiere des Baumaschinenherstellers Caterpillar 2,4 Prozent zu. Apple-Papiere profitierten von einer Heraufstufung durch Societe Generale und gewannen 2,3 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,02 Mrd. Aktien den Besitzer. 2435 Werte legten zu, 582 gaben nach und 87 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,72 Mrd. Aktien 1982 im Plus, 677 im Minus und 123 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 18/32 auf 101-16/32. Sie rentierten mit 3,443 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 29/32 auf 103-27/32 und hatten eine Rendite von 4,271 Prozent.

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