Marktbericht New York
Dow erstmals über 11 800 Punkten

Der Dow-Jones-Index hat den zweiten Tag in Folge neue Rekordmarken gesetzt. Abflauende Inflationssorgen und ein weiterer Rückgang der Ölpreise haben das führende Börsenbarometer am Mittwoch getrieben. Und auch die anderen US-Indizes verbuchten Kursgewinne. Entgegen dem Trend entwickelten sich dagegen die Papiere des Autobauers General Motors. Grund war das Scheitern von Gesprächen über eine Allianz mit Renault und Nissan.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index legte bis Handelsschluss um 1,1 Prozent auf 11 850 Zähler zu und markierte damit einen neuen Rekord-Schlussstand. Er hatte sich im Verlauf zwischen 11 851,25 Punkten - einem neuen Allzeithoch - und 11 707 bewegt. Auch der breiter gefasste S&P-500-Index notierte 1,2 Prozent höher bei 1350 Punkten und schloss damit auf dem höchsten Wert seit fünfeinhalb Jahren. Die Technologiebörse Nasdaq gewann 2,1 Prozent auf 2290 Punkte.

Entscheidend für die Kursgewinne waren Händlern zufolge frische Zahlen aus dem US-Dienstleistungssektor, die auf fallende Preise hindeuteten. Dies schwächte im Markt die Inflationssorgen und machte Händlern Hoffnungen auf gleich bleibende Zinsen. „Die Preise deuteten an, dass die Inflation unter Kontrolle ist“, sagte Todd Clark von Nollenberger Capital Partners. Fed-Chef Ben Bernanke zeigte sich indes weiterhin besorgt: Die Preisentwicklung müsse aufmerksam verfolgt werden, warnte er am Mittwoch in Washington.

Zu den Gewinnern zählten die Aktien von Imclone Systems. Grund dafür war eine Nachricht, dass Großaktionär Carl Icahn eine Kaufofferte für die Biotech-Firma von einem Bieter zurückgewiesen hatte. Ihm sei sie zu niedrig gewesen, erklärte Icahn. Imclone-Aktien stiegen um knapp acht Prozent auf 29,33 Dollar.

Kursgewinne verzeichneten auch die Papiere von Hewlett-Packard. Auslöser war ein Bericht, dass HP-Chef Mark Hurd wohl nicht mit einer Strafverfolgung wegen des Spionageskandals bei dem US-Computerhersteller rechnen muss. Die Aktien stiegen um 1,6 Prozent auf 38,02 Dollar. Auch die Papiere des Energieriesen Exxon Mobil legten um 1,8 Prozent auf 66,61 Dollar zu.

Der weltweit größte Einzelhändler Wal-Mart enttäuschte dagegen die Anleger mit überraschend schwachen Verkaufszahlen im September. Wie der US-Konzern erklärte, stieg der Umsatz im September in den seit mehr als einem Jahr geöffneten Läden der Kette um 1,3 Prozent. Am Wochenende hatte das Unternehmen noch mit einem Wachstum von 1,8 Prozent gerechnet. Die Aktie notierte lange Zeit im Minus, schloss aber 0,2 Prozent höher bei 49,55 Dollar.

Kursverluste verbuchten dagegen die Papiere von GM, nachdem eine geplante Allianz mit Renault und Nissan gescheitert war. Die Unternehmen seien sich nicht einig geworden, ob sie von den erwarteten Synergieeffekten gleichermaßen profitieren würden, hieß es. Die GM-Aktie schloss 0,2 Prozent tiefer bei 33,36 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,86 Mrd. Aktien den Besitzer. 2642 Werte legten zu, 703 gaben nach und 145 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,21 Mrd. Aktien 2200 im Plus, 850 im Minus und 116 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 15/32 auf 102-16/32. Sie rentierten mit 4,557 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 21/32 auf 96-20/32 und hatten eine Rendite von 4,713 Prozent.

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