Marktbericht New York
Dow Jones auf zweithöchstem Schlussstand

Ein überraschend starkes Vertrauen der US-Verbraucher in die Wirtschaft ihres Landes hat der Wall Street am Dienstag den zweiten Tag in Folge Kursgewinne beschert. Der Standardindex Dow-Jones ging mit seinem zweithöchsten jemals verzeichneten Schlussstand aus dem Handel. Äußerungen des Opec-Präsidenten zur Entwicklung des Ölpreises gaben Energie-Titeln Auftrieb.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones schloss mit einem Plus von 0,81 Prozent bei 11 669 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,75 Prozent zu auf 1 336 Punkte. Der Technologie-Index Nasdaq gewann 0,55 Prozent auf 2 261 Punkte.

Zu den größten Gewinnern zählten die Aktien von Einzelhändlern wie Wal-Mart und Tollbrothers. Sie legten 0,88 Prozent auf 49,25 Dollar beziehungsweise 1,33 Prozent auf 28,85 Dollar zu. Zuvor hatte ein Anstieg des Index des Verbrauchervertrauens die Hoffnung auf weitere Konsumausgaben und steigende Unternehmensgewinne geweckt. Wie das Forschungsinstitut Conference Board mitteilte, kletterte der Index im September auf auf 104,5 von 100,2 Zählern im August. Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Anstieg auf 102,3 Punkte gerechnet. Vor allem die sinkenden Benzinpreise und bessere Aussichten am Arbeitsmarkt flößten den Verbrauchern Vertrauen ein. Auch für August wurde der Stand des Stimmungsbarometers deutlich herauf revidiert - zunächst hatte das Institut 99,6 Punkte gemeldet.

Opec-Chef Daukoru äußerte sich am Dienstag besorgt über den Rückgang der Ölpreise. Er beeinträchtige die Investitionen in der Branche, daher müsse der Markt stabilisiert werden. "Wir reden bereits miteinander in der Opec-Runde. Der Preis ist sehr niedrig und das ist nicht gut für die Investoren." Auf die Frage, ob die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) deshalb bei ihrem nächsten Ministertreffen im Dezember eine Drosselung der Ölproduktion beschließen werde, sagte er: "Etwas muss getan werden, damit sich der Preis stabilisiert. Das ist alles, was ich sagen kann."

Von den Äußerungen profitierten die Energiewerten. So legte etwa das Dow-Schwergewicht Exxon mehr als zwei Prozent auf 66,43 Dollar zu.

Die Ölpreise sind in den vergangenen zwei Monaten deutlich gesunken: So verbilligte sich US-Leichtöl seit seinem Allzeithoch Mitte Juli von 78,40 Dollar pro Barrel um etwa 20 Prozent auf etwa 61 Dollar.

An der Nasdaq zählte der weltgrößte Mikrochip-Hersteller Intel zu den größten Gewinnern. Seine Aktien kletterten um 2,83 Prozent auf 19,96 Dollar, nachdem der Konzern bekannt gegeben hatte, einem neuen Prozessor-Chip auf den Markt zu bringen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,72 Milliarden Aktien den Besitzer. 2165 Werte legten zu, 1163 gaben nach und 163 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,07 Milliarden Aktien 1639 im Plus, 1372 im Minus und 163 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 11/32 auf 102.08-32. Sie rentierten mit 4,587 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen 12/32 auf 96.19-32 und hatten eine Rendite von 4,715 Prozent.

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