Marktbericht New York
Dow-Jones markiert neuen Höchststand

Die Investoren an den US-Börsen haben die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed mit Erleichterung aufgenommen. In dem Kommentar des zinsentscheidenden Offenmarktausschusses seien keine bösen Überraschungen enthalten, begründeten Händler den Optimismus. Nach einem kurzen Schreck und anfänglichen Kursverlusten seien die Anleger zurückgekehrt.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index schloss um 0,4 Prozent im Plus bei 13 362 Punkten und erreichte damit erneut einen Rekordstand. Im Handelsverlauf bewegte sich der Index zwischen 13 278 und 13 369 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,32 Prozent auf 1 512 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,18 Prozent auf 2 576 Punkte zu.

Die Notenbanker unter Ben Bernanke ließen wie erwartet den Leitzins zum siebten Mal in Folge unverändert bei 5,25 Prozent. Über den Zeitpunkt einer Senkung ließen sie die Märkte im Unklaren. In ihrer Erklärung betonten die Währungshüter die Sorge um die Inflation. Das wurde an den Märkten als Signal gewertet, dass die US-Wirtschaft weiterhin brummt und eine rasche konjunkturstützende Lockerung der Geldpolitik nicht unmittelbar bevorsteht.

Das Interesse der Investoren richtete sich auf die in den USA gelisteten Anteilsscheine von Rio Tinto, die um 11,95 Prozent auf 296,27 Dollar in die Höhe schnellten. Zuvor waren Gerüchte über eine Übernahme des australischen Kupfer-, Eisenerz- und Aluminiumproduzenten für mindestens 100 Mrd. $ durch Weltmarktführer BHP Billiton laut geworden. Rio Tinto dementierte dies allerdings.

An der Nasdaq gehörten die Aktien von Cisco zu den größten Verlierern. Sie verloren 6,52 Prozent auf 26,51 Dollar. Zwar hatte der als Leithammel der Branche geltende Ausrüster einen Gewinn über den Markterwartungen vorgelegt, die Anleger aber offenbar mit seinem Ausblick für das laufende Quartal enttäuscht. „Das hat dem Markt einen Dämpfer verpasst“, sagte Tom Schrader von Stifel Nicolaus Capital mit Blick auf Cisco. Die Papiere von Walt Disney gaben um 1,18 Prozent auf 36,12 Dollar nach. Die Aktien des Medienkonzerns News Corp verloren 1,93 Prozent auf 21,33 Dollar. Zuvor hatte die Firma einen Gewinn im Rahmen der Erwartungen vorgelegt.

An der New York Stock Exchange wechselten etwa 1,56 Mrd. Aktien den Besitzer. 2081 Werte legten zu, 1173 gaben nach und 173 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,14 Mrd. Aktien 1643 im Plus, 1335 im Minus und 151 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen 12/32 auf 98-22/32 nach. Sie rentierten mit 4,666 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 17/32 auf 98-19/32 und hatten eine Rendite von 4,838 Prozent.

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