Marktbericht New York
Dow Jones schließt erstmals über 12 000 Punkten

Der Dow-Jones-Index ist am Donnerstag erstmals in seiner 110-jährigen Geschichte über der Marke von 12 000 Punkten aus dem Handel gegangen. Der Index notierte zum Handelsschluss bei 12 012 Punkten - das waren 0,16 Prozent mehr als am Vortag. Mehrere Unternehmen meldeten positive Geschäftszahlen, was die Kurse beflügelte.

HB NEW YORK. Der Anstieg der US-Börsen wurde jedoch vom steigenden Ölpreis gebremst. Zudem fielen Konjunkturdaten schlechter aus als erwartet. „Die Firmenzahlen waren bis jetzt zumeist gut“, sagte Neil Massa, Händler bei MFC Global Investment Management. „Wenn die Unternehmen sich aber künftig mit ihren Prognosen zurückhalten, müssen wir mit Kursrückgängen rechnen.“ Das Erreichen der Marke bei 12 000 Punkten habe darüber hinaus viele Investoren zu Gewinnmitnahmen veranlasst.

Im Handel hatte der Dow-Jones-Index einen Höchststand bei 12 027 Punkten erreicht. Der Tagestiefstkurs lag bei 11 966 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,07 Prozent auf 1 366 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 0,16 Prozent im Plus bei 2 340 Punkten.

Während des Handels veröffentlichte die Federal Reserve Bank von Philadelphia ihren Konjunkturindex, der für den Oktober unerwartet einen starken Rückgang auswies. Dies weckte nach Ansicht von Analysten Sorgen um ein Abschwächen der US-Wirtschaft.

Auf die Entwicklung der Kurse wirkten sich auch zahlreiche Quartalszahlen aus. Apple-Aktien stiegen um 5,98 Prozent auf 78,99 Dollar. Der Computerkonzern hatte im abgelaufenen Vierteljahr weitaus mehr Gewinn erwirtschaftet als erwartet. Titel des Getränkekonzerns Coca-Cola legten 2,16 Prozent auf 44,91 Dollar zu und gehörten damit zu den größten Gewinnern im Dow Jones. Das Unternehmen hatte seinen Gewinn im dritten Quartal stärker gesteigert als Analysten erwartet hatten.

Die Papiere des Chipherstellers AMD gaben dagegen 13,29 Prozent auf 21,01 Dollar ab. Das Unternehmen hatte zuvor gemeldet, dass die Gewinnspanne wegen des Preiskriegs mit dem Erzrivalen Intel zusammengeschmolzen war. Intel-Papiere verloren 0,38 Prozent auf 21,03 Dollar.

Der Preis für ein Barrel leichtes US-Öl stieg um 1,07 Dollar auf 58,72 Dollar. Davon profitierten die Papiere von Ölkonzernen: Exxon Mobil-Aktien gewannen 0,81 Prozent auf 69,73 Dollar. Die Opec hatte zuvor auf einer Ministerkonferenz über die letzten Details der geplanten Drosselung der Öl-Produktionsmenge beraten. Der tägliche Ausstoß soll vermutlich ab November um eine Million Barrel (das Barrel zu 159 Liter) reduziert werden.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,64 Milliarden Aktien den Besitzer. 2035 Werte legten zu, 1276 gaben nach und 164 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,98 Milliarden Aktien 1776 im Plus, 1258 im Minus und 169 unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 7/32 auf 100-21/32. Sie rentierten mit 4,790 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 12/32 auf 93-20/32 nach und hatten eine Rendite von 4,911 Prozent.

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