Marktbericht New York
Dow Jones schließt unter 12 000 Punkten

Der US-Standardwerte-Index Dow-Jones hat am Mittwoch zugelegt und erstmals in seiner 110-jährigen Geschichte die Rekordmarke von 12 000 Punkten geknackt. Wegen Gewinnmitnahmen rutschte er bis Handelsschluss aber wieder unter die psychologisch wichtige Marke.

HB NEW YORK. Nach besser als erwarteten Unternehmensberichten zogen besonders die Aktien des Computerkonzerns IBM und des Chipherstellers Intel an. Der Technologie-Index Nasdaq drehte im Verlauf ins Minus, nachdem der Kurs von Apollo absackte. Der Anbieter von Fortbildungskursen erklärte, möglicherweise müssten Unternehmensberichte korrigiert werden.

Der Leitindex Dow-Jones schloss 0,36 Prozent fester bei 11 992 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 11 947 und 12 049 Stellen Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,14 Prozent auf 1365 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,33 Prozent auf 2337 Punkte.

Analysten erwarten, dass sich der Aufwärtstrend beim Dow nach dem Überschreiten der 12 000-Punkte-Marke weiter fortsetzt. „Die Bedeutung liegt darin, dass die Marke die Aufmerksamkeit der Privatinvestoren an sich zieht, die zuletzt kaum in Aktien investiert hatten“, sagte Jane Caron, Chefstrategin bei Dwight Asset Management. Es gab jedoch auch warnende Stimmen: „Dies ist wirklich ein überkaufter Markt“, sagte John Kosar von Asbury Research. Das Risiko eines Abfalls sei deutlich höher als die Wahrscheinlichkeit weiter steigender Kurse.

Trotz eines Gewinneinbruchs überzeugte der weltgrößte Chiphersteller Intel mit seinen Quartalszahlen am Dienstag nach Börsenschluss. Das Geschäft entwickelte sich besser als von Analysten erwartet, zudem überzeugte Anleger der positive Ausblick. Intel-Papiere verteuerten sich um ein Prozent auf 21,11 Dollar. IBM-Papiere notierten um 3,3 Prozent fester bei 89,82 Dollar.

Zu den Verlierern zählte nach einem Gewinneinbruch die Aktien des Handyherstellers Motorola. Sie gaben um 4,87 Prozent auf 23,64 Dollar nach. Von Anlegern abgestraft wurde auch der Softwarekonzern Yahoo nach enttäuschenden Zahlen: Die Aktien notierten um 4,8 Prozent leichter bei 22,99 Dollar.

Zu einer starken Belastung für den Nasdaq wurde Apollo: Nachdem bei Überprüfungen Unregelmäßigkeiten bei Aktienoptionsprogrammen festgestellt worden waren, könnte die Firma Unternehmensberichte revidieren müssen. Zudem fiel der Gewinn deutlicher als erwartet. Die Apollo-Aktie brach um 22,86 Prozent auf 37,55 Dollar ein.

Die Aktien der US-Bank JP Morgan gaben trotz positiver Unternehmenszahlen nach und verloren 1,63 Prozent auf 47,21 Dollar. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. Die Papiere hatten seit Jahresbeginn etwa ein Fünftel an Wert gewonnen.

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,62 Mrd. Aktien den Besitzer. 1880 Werte legten zu, 1451 gaben nach und 166 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,16 Mrd. Aktien 1492 im Plus, 1551 im Minus und 150 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 02/32 auf 100-27/32. Sie rentierten mit 4,764 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 06/32 auf 93-31/32 und hatten eine Rendite von 4,889 Prozent.

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